Zu kurz, zu schlecht, zu wenig ich

4. März 2016 | Selbstfindung | 10 Gedankengänge

Über ein halbes Jahr ist es nun her, dass ich den letzten Beitrag veröffentlicht habe. Immer wieder wollte, aber konnte ich nicht die nötige Konzentration aufbringen, mich hinsetzen und einfach drauflos schreiben. Meine Texte waren zu kurz, zu schlecht, zu wenig ich und vor allem gezwungen. Für mich war und ist das Schreiben ein Seelenheil, etwas was ich unter Druck nicht kann; selbst wenn ich mir die größte Mühe gebe.

Verzweifelt suchte ich mehrere Monate in Folge im World Wide Web nach Menschen denen es ähnlich geht, nach Blogs die mir helfen dieses verfluchte Kreatief zu überwinden und wurde nur semi-fündig. Es gibt eine Menge Ratschläge die man findet wenn man nur lange genug sucht, aber sie verwirrten mich nur noch mehr. In einem Beitrag hieß es, man solle den Mund halten wenn man nichts zu sagen hat, im Nächsten, dass man sich zum Schreiben zwingen soll. Alleine das ist für mich ein Widerspruch in sich, denn wenn ich wirklich nichts zu sagen habe und schweigen soll, wie soll ich mich dann zum Schreiben zwingen?

Beitragsbild - zu kurz, zu schlecht, zu wenig ich.

Versteht mich nicht falsch, mein Problem war nicht die Tatsache, dass mir keine Ideen kamen, mein Problem war einzig und alleine die Umsetzung. Überall liest man, dass ein „vernünftiger” Beitrag mehr als 1000 Worte, mindestens aber an die 800 beinhalten sollte, ohne unnötig um den heißen Brei zu reden. Mal davon ab, dass ich ein Mensch bin der lange Texte zwar mag, aber ich mich nach ca. 500 Worten nur noch schwer an den Anfang erinnern kann, setz mich dieses „Du musst jetzt einen endlos langen Beitrag schreiben; den du selbst wahrscheinlich nicht einmal zu ende lesen würdest”-Denken enorm unter Druck. Im Grunde muss ich doch eigentlich gar nichts. Wer sagt denn, dass es nicht Menschen wie mich gibt, die zwar lange Texte mögen, aber dennoch lieber welche lesen die maximal 500 Worte beinhalten? Schon als Kind hab ich lieber bewegende Kurzgeschichten anstatt unnötig in die Länge gezogenen Romane geschrieben. Ich wollte schnell das Ende, einfach weil ich von Grund auf ungeduldig bin und dann wäre da noch die Sache mit den Beitragsbildern. Mit Federn von anderen mag ich mich mich nicht schmücken, demnach kommen für mich Stockbilder, selbst mit Quellenangabe nicht in Frage.

Sei eine erstklassige Ausgabe deiner selbst, keine zweitklassige von jemand anderem.

– Judy Garland –

Zwischen all dem Druck hab ich für lange Zeit vergessen, dass ich nicht sein muss wie andere um gut zu sein. Wer außer mir selbst ist auf Pixeldetail der Chef? Niemand und genau das ist der Grund, warum ich wieder einmal neu starten will. Mit neuem Elan, weniger Druck und guten Texten in angenehmen Längen, melde ich mich hiermit zurück und möchte es mir zum Vorsatz machen, zumindest einmal wöchentlich für euch zu bloggen, wenn es die Zeit zulässt! Ihr könnt euch schon auf den lang ersehnten, zweiten Macrophotography-Beitrag freuen und auch ein Beitrag über meinen Wechsel von iOS zurück zu Android ist geplant. Außerdem möchte ich euch zukünftig aktiv mitentscheiden lassen, in welcher Reihenfolge geplante Beiträge veröffentlicht werden und auch auf generelle Beitragswünsche will ich näher eingehen; solange ihr kein Beauty- oder Fashionblödsinn von mir verlangt, bin ich für alles offen! Des Weiteren habe ich mir vorgenommen, endlich wieder auch hier auf eure Kommentare einzugehen! Da es aber durchaus mit Verzögerung passieren kann, wundert euch bitte nicht, dass euer Kommentar nicht sofort freigeschaltet und darauf reagiert wird.

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10 Gedankengänge

  • Antworten Ulrike 4. März 2016 um 12:23

    Hallo, meine Liebe!
    Hör nicht auf andere! Schrieb so viel oder so wenig wie du willst! Das Wichtigste ist immer “Sei Du selbst!”. Das hast du ja schon erkannt. Geh weiter auf diesem Weg!

    Ich wünsche dir viel Erfolg!
    Ulrike

    • Antworten Laura Lehmann 5. März 2016 um 10:30

      Vielen Dank liebe Ulrike!

      Manchmal muss man sich einfach immer wieder ins Gedächtnis rufen was man tief drinnen schon weiß, denn man selbst sein kostet Kraft; die leider nicht immer vorhanden ist.

  • Antworten k!rst!n 4. März 2016 um 14:55

    Liebes, ein großartiger Text. Er beinhaltet alles, was zu sagen und zu wissen ist. Die Worte habe ich allerdings nicht gezählt. Denn das ist völlig nebensächlich, solange dein Text authentisch ist. Ich freue mich, wieder bei dir lesen zu können. Ob eine aktive Mitentscheidung der Leser vonnöten ist, mag ich persönlich für dich nicht beurteilen. Ich hatte das selbst schon mal durch. Semi-befriedigend. Du selbst sagst: Du bist die Chefin bei Pixeldetail. Und wenn deine Entscheidung auf Mitentscheidung fällt, soll es so sein.

    Ich freue mich, dass du wieder da bist.

    Von Herzen, Kirstin

    • Antworten Laura Lehmann 5. März 2016 um 10:17

      Liebe Kirstin, vielen Dank für deinen tollen Kommentar.

      Eine aktive Mitentscheidung der Leser gab es so gesehen schon immer, da die Reihenfolge in der neue Beiträge veröffentlicht werden, in meinen Augen oft nebensächlich ist. Durch die Möglichkeit mitzuentscheiden steigt allerdings das Interesse der Leser und das wiederum sorgt für mehr Besucher auf Pixeldetail.

      Generell werde ich aber auch weiterhin Themen raushauen die mir am Herzen liegen, mir selbst treu bleiben und nicht soviel darauf geben was andere von mir verlangen. Ich muss keinerlei Erwartungen, außer meine eigenen erfüllen! Was die Beitragswünsche im Allgemeinen angeht, können derartige Einwürfe von Lesern durchaus inspirierend sein, denn es wird sicher der Tag kommen an dem mir mal wieder die Muse fehlen.

  • Antworten Stefan 4. März 2016 um 19:27

    She’s back! Schön wieder was von DIR zu lesen. Wichtig ist dass man sich immer selbst treu bleibt und das macht (oder bloggt) was einem selbst auch Spaß macht. Dann braucht man sich nicht in eine Ecke zwängen (lassen) und ist mit Freude und Motivation dabei!

    Und auf deinen Macrobeitrag freue ich mich schon ganz besonders!

    Viele Grüße,
    Stefan

    • Antworten Laura Lehmann 5. März 2016 um 10:26

      Lieber Stefan, ich freu mich sehr, dass du dich so über mein Comeback freust!

      Ganz genau so ist es, aber ich neige leider dazu regelmäßig in Unsicherheit zu verfallen und muss erst einmal wieder zurück zu mir selbst finden und mir darüber im Klaren werden, was ich will.

      Der Beitrag zur Makrofotografie wird entweder nächste oder übernächste Woche online kommen, aber da du mir auf Instagram folgst bist du diesbezüglich ja bestens informiert.

  • Antworten Selene 5. März 2016 um 19:32

    Hey.
    Ich kenne dein Problem, ohne selbst eine Bloggerin zu sein. Aber ich habe eine Zeit lang gerne Geschichten geschrieben.

    Und ganz ehrlich?
    Ich lese gerne kurze Beiträge. Meinetwegen kann ein Beitrag auch nur ein Satz beinhalten. Solange er aussagekräftig ist, ist doch alles gut, oder? Vielleicht liegt es daran, dass ich mich (mittlerweile) gerne kurz fasse und sowieso eine Aufnahmefähigkeit von so einem Goldfisch besitze.

    Solange du mit dem Beitrag, dem Text, zufrieden bist und denkst, das alles gesagt wurde, was gesagt werden musste ist alles okay.

    • Antworten Laura Lehmann 6. März 2016 um 9:30

      Hi Selene, danke für deinen Kommentar.

      Kurze Beiträge sind ja auch immer ein bisschen Ansichtssache. Wie lange ist ein Text kurz und wann gilt er als lang? Generell habe ich es mir zum Vorsatz gemacht, die Wortanzahl zu ignorieren und einfach drauflos zu schreiben; ich glaube damit fahre ich am Besten.

  • Antworten miss.mimimi [sveliCa.] 11. März 2016 um 15:15

    Versteh mich nicht falsch, aber ich bin saufroh, dass es Dir so geht/ging. Denn bei mir ist es fast genauso.
    Ich freue mich auf jeden Fall darauf in Zukunft wieder etwas zu lesen – egal ob “kurz” oder “lang” 🙂

    • Antworten Laura Lehmann 12. März 2016 um 11:22

      Ich verstehe das schon, es ist einfach schön zu wissen, dass man mit derartigen „Problemchen” nicht alleine ist. Es freut mich jedenfalls sehr, dass du den neuen Beiträgen auf Pixeldetail so entgegenfieberst.

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