Wie ein Kind im Regen

25. August 2015 | Selbstfindung | 5 Gedankengänge

Du schnappst dir dein Handy, stürmst raus um den Regenbogen zu fotografieren, Regentröpfchen treffen dein ungeschminktes Gesicht, du schaust ungläubig hoch und kannst dein Glück nicht fassen. Du drehst dich mit gehobenen Armen im Kreis, fängst an zu lachen und eine angenehm kühle Brise streift dir durch’s Haar. Dir wird bewusster denn je was Glück bedeutet und du bist da angekommen wo du schon immer hin wolltest. Du hast zu dir gefunden, weißt am Besten was richtig und was falsch ist, bedauerst das deine Vergangenheit von unschönen Dingen geprägt ist, bereust sie aber nicht. Jede traurige Minute in der Vergangenheit hat dich die wenigen, wirklich schönen Momente vollsten genießen lassen.

Regenbogen

Vom langen im Kreise drehen wird dir schwindelig, der Regen wird stärker, du bekommst Gänsehaut, fängst an zu frieren und überlegst wie du schnellstmöglich zurück ins Haus kommst um dich nicht zu erkälten. Das Bild des Regenbogens hast du bereits im Kasten und du läufst los, die Treppe zur Eingangstür hoch und schnappst dir das zuvor bereitgelegte Handtuch um dich abzutrocknen. Drinnen angekommen schaust du in den Spiegel, entdeckst etwas was du zuvor noch nie gesehen hast und deine Augen füllen sich langsam mit Tränen. Das Kind in dir zeigt sich und du bist erstaunt was ein bisschen Regen und ein wunderschöner Regenbogen im richtigen Moment in dir ausgelöst hat. Du merkst das plötzlich deine Sichtweise eine andere ist und du fragst dich was an diesem Regen anders war als an denen zuvor. Eine zufriedenstellende Antwort findest du nicht aber du weißt, dass du endlich bereit warst. Du siehst dich mit anderen Augen, mit denen des Kindes in dir und du wischt aus reinem Reflex die Träne mit deinem Handrücken von der Wange. Du realisierst das alles Geschehene seinen Grund hatte und du eine Menge deiner kostbaren Zeit damit verschwendet hast über alles und jeden nachzudenken. Die vier Verschreibungen zum Glücklichsein haben sich in dir mehr verankert als es dir zuvor bewusst war und du akzeptierst wie empfohlen einfach für den Moment. Jetzt weißt du das auf jeden noch so starken Sturm etwas schönes folgt und du blickst voller Zuversicht auf die Zeit die dir noch bevorsteht.

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5 Gedankengänge

  • Antworten Alizeti 25. August 2015 um 21:03

    Wunderschön geschrieben!! Solche Momente habe ich auch öfters und sie tun einem soooo gut! Immer auf das Kleine achten,es ist so wertvoll in unserem Leben. <3
    Liebe Grüsse Alizeti

  • Antworten Ulrike 26. August 2015 um 6:32

    Du kannst wirklich gut schreiben! Schöner Artikel!
    Liebe Grüße
    Ulrike

  • Antworten Kinga 26. August 2015 um 21:39

    Schönes Bild und toller Text. 🙂

  • Antworten Annette 29. August 2015 um 13:40

    Hey du Liebe,
    ich bin durch Zufall über deinen Blog gestolpert 🙂 ich lese ihn total gerne! ♥ vielleicht hast du ja auch mal Lust bei mir vorbeizuschauen, würde mich freuen! und übrigens, das Bild ist toll !
    Liebe Grüße,
    Annette von http://annette-k.blogspot.de/

  • Antworten Deprifrei-Twitter 10. Februar 2016 um 14:44

    Hey Laura,

    der Text berührt. Ich habe leider schon lange keinen Regenbogen gesehen. Ich sehne mich auch nach dem, was du als Glück beschreibst. Das Glück besteht ja immer aus bewussten Momenten, die du in deinem Text gut eingefangen hast. Danke für diese Worte und schön, dass du uns an deinem Glück teilhaben lässt.

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