Unter Druck

24. Juli 2015 | Selbstfindung | 3 Gedankengänge

Schreibblockaden sind kleine Monster die uns Schreiber ganz langsam, aber dennoch schmerzhaft von Innen auffressen. Sie kommen schleichend von Hinten, immer dann wenn wir sie am wenigsten gebrauchen können. Ganz plötzlich ist es uns nicht mehr möglich die richtigen Worte zu finden und wir drehen uns stetig im Kreis. Verantwortlich für eine derartige Blockade ist der innere Druck den wir uns selbst machen. Erst letztens träumte ich davon, dass ich auf offener Straße von einem mir fremden Menschen gefragt wurde wann der nächste Beitrag online kommen würde. Das verdeutlicht extrem gut, dass alles im Kopf beginnt und wir unterbewusst viel gestresster sind als es eigentlich von Nöten und gut wäre.

Du musst nicht großartig sein, um anzufangen. Aber du musst anfangen, um großartig zu werden.

Aber was tun, wenn uns der Druck überkommt? Mit Zwang funktionieren Herzensangelegenheiten nicht, soviel vorneweg! Wenn euch also etwas wirklich wichtig ist, dann kommen die richtigen Worte früher oder später genauso schnell zurück wie sie verloren gegangen sind. Für ungeduldige Menschen meines Gleichen kann ich Brainstorming empfehlen und positiv berichten, dass mir selbiges oft hilft (darüber schreibe ich zeitnah einen separaten Artikel, versprochen). Aber was ist wenn selbst Brainstorming nicht hilft? Nicht immer ist es uns Menschen möglich Ewigkeiten zu planen und uns die richtigen Worte zurecht zu legen. Manchmal ist es unheimlich hilfreich einfach mal so zu sprechen wie uns der Schnabel gewachsen ist, ganz ohne vorher lange darüber nachzudenken. Theoretisch tue ich selbiges bedingungslos denn ich spreche grundsätzlich aus was ich denke, aber gerade im schriftlichen und im Bezug auf Pixeldetail ist mir das nicht immer möglich. Mir persönlich fällt zum Beispiel echt schwer Pläne und/oder Ideen für Pixeldetail zeitgerecht umzusetzen, denn oft schiebe ich Selbige von einem Tag auf den anderen und dann wieder auf den Nächsten weil mein Kopf irgendwie leer aber zugleich auch unheimlich voll ist –und das obwohl ich die Ungeduld in Person bin und neue Ideen am liebsten sofort umsetzen möchte–. Es ist eine Flucht vor dem Wunsch sich mitzuteilen, der mittlerweile zur Pflicht geworden ist. Ich muss zugeben, dass ich es verlernt habe einfach ohne Konzept und ohne große Hintergrundgedanken drauflos zu schreiben, dabei kann es doch so einfach sein … Hat man erst einmal mit dem Schreiben begonnen, so sprudeln die Worte oft einfach aus uns heraus. Warum also sollten wir uns nicht des öfteren einfach hinsetzen und schreiben, ganz ohne großes Ziel? Es ist in jedem Fall deutlich angemessener als unter Druck irgendwelche Worte zu suchen die man in dem Augenblick ohnehin nicht findet. Probiert es einfach mal aus, denkt an die Zeiten in denen ihr eurem Tagebuch erzählt habt wie der Tag war und vergeudet eure kostbare Zeit nicht länger unnötig damit die vermeintlich richtigen Worte zu suchen.

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3 Gedankengänge

  • Antworten Tim 24. Juli 2015 um 15:00

    Schöner Artikel.
    Wann kommt der nächste Beitrag? Eine Frage, mit der ich mich auch schon selbst unter Druck gesetzt habe. Mir hat es geholfen, den Blog ohne jede Rücksicht ein paar Wochen ruhen zu lassen, mich gedanklich anderen Dingen zuzuwenden.
    Dann hat es wieder angefangen zu kribbeln und jetzt fühle ich mich gestärkt und motiviert. Der Druck ist weg. Ich muss mich nicht mit meinem Blog beschäftigen. Es ist keine Pflicht. Aber ich will wieder.
    Wie du schon schreibst, die Unbefangenheit ist wichtig.

  • Antworten Stefan 24. Juli 2015 um 16:51

    Interessantes Thema! Ist nicht immer ganz leicht die passenden Worte und Themen zu finden, oftmals kommt dann auch noch Streß / Zeitmangel hinzu und schon ist der Blog nicht mehr aktuell. Ich bin jetzt auch nicht so der regelmäßigste Schreiber, habe mir aber ein paar Beiträge als „Notfallinhalt“ gespeichert, welche ich in entsprechender Zeit posten kann.

    Auf Teufel komm raus was zu schreiben nur um was zu schreiben find ich übrigens auch uncool!

    Viele Grüße,
    Stefan

  • Antworten Ulrike 25. Juli 2015 um 13:20

    Liebe Laura,
    Du schreibst am besten, wenn Du nicht unter Druck stehst. Ich mache mir immer Notizen, wenn mir gerade etwas einfällt. Und habe auch immer eine Liste von Artikeln/Themen, die ich gerne schreiben will. So dümpeln bei mir immer einige halbfertige Artikel rum. Wenn ich dann mal nicht konkret weiß, was ich schreiben soll, dann schaue ich nach , nehme einen Artikel, recherchiere noch ein wenig und schreibe los. Schöne Formulierungen fallen mir meistens kurz nach dem Aufwachen ein. Dann ist es gut, wenn man einen Notizblock am Bett hat und man sich die genialen Ideen gleich aufschreiben kann.
    Wichtig ist, dass man aus Leidenschaft schreibt und nicht, weil man muss.
    Du schaffst das!
    Liebe Grüße
    Ulrike

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