Mal wieder Tagebuch schreiben

6. Januar 2017 | Selbstfindung | 26 Gedankengänge

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich habe eine kleine (na gut, vielleicht auch eine große) Schwäche für Notizbücher, und entsprechend viele fliegen im Hause Pixeldetail rum. Viele preiswerte und welche, die gar nicht sonderlich schön sind, aber ich besitze sie, weil man Notizbücher schließlich nie genug haben kann, und es mir persönlich bislang leichter fiel, in preiswerte Notizbücher zu schreiben, als in welche, die mehr als 5 Euro gekostet haben.

Ihr glaubt ja gar nicht, wie oft ich in meinem Leben ein Notizbuch mit meinen Gedanken gefüllt, und es schlussendlich weggeworfen habe, weil ich viel zu viele Seiten aufgrund von Missfallen rausgerissen habe, und sich am Ende auch Seiten rausgelöst haben, die sich gar nicht hätten rauslösen sollen. Ich bin nun mal ein Mensch mit Drang zur Perfektion, und wenn ich mich verschreibe dann ist Holland in Not. Mittlerweile hab ich glücklicherweise die radierbaren Frixon-Stifte für mich entdeckt, und das Rausreißen von Seiten hat ein Ende.

Worauf ich aber eigentlich hinaus will ist etwas, was ich selbst viel zu selten tue, und grundsätzlich gerne öfter tun würde – Tagebuch schreiben. Im Grunde besitze ich für keinen anderen Zweck all meine Notizbücher, denn to-do Listen oder andere Notizen mache ich mir am allerliebsten auf losen Zettelchen, weil ich die beliebig nach Priorität stapeln und abarbeiten kann, aber das ist ein anderes Thema.

Ende September letzten Jahres erreichte mich jedenfalls ein großartiges Notizbuch, auf das ich mich unheimlich gefreut habe, und welches so schön verpackt war, dass ich schon beim Auspacken ein paar Tränen wegblinzeln musste. Ich hab dazu in meiner Euphorie direkt einen Post auf Instagram rausgehauen, weil ich meine Freude unbedingt sofort mit jedermann teilen wollte. Das Problem bei wunderschönen Dingen wie dem besagten Notizbuch ist nur, dass ich mich lange dagegen gesträubt habe es zu füllen, aber das hat sich mit dem (mittlerweile nicht mehr ganz so) neuen Jahr, und vor allem durch ein prägendes Gespräch mit Rona – welche sich zum Thema Tagebuch schreiben gleich noch persönlich zu Wort melden wird – geändert.

Ich möchte meinen oft sehr grauen Gedanken mittlerweile einfach nur noch einen schönen Lagerplatz bieten, vor allem weil ich begriffen habe, dass es schlussendlich meine Angst mich zu verschreiben war, die mich gehemmt hat. Was man dagegen tun kann? Seine Gedanken im Vorfeld zumindest ansatzweise ordnen, damit man sich darüber im Klaren ist, was man eigentlich aufschreiben möchte, und im Notfall erstmal alle Gedanken auf einem losen Zettel vorschreiben. Natürlich ist das irgendwie albern, aber wenn wir mal ehrlich sind, bleibt im Alltag viel zu wenig Zeit, um die Gedanken in Schönschrift zu Papier zu bringen. Ein entsprechender Kompromiss wäre es in der Theorie also, erst einmal auf Schmierzetteln vorzuschreiben, bevor es an die Schönschrift geht. Alles Bullshit? Ihr habt recht, und ich bin gewillt meinen Drang zur Perfektion, zumindest in Sachen Tagebuch schreiben, über Bord zu werfen.

Warum Tagebuch schreiben?

Ich erinnere mich zu gut daran, als mir beim Ausmisten vor einigen Jahren ein Tagebuch aus alten Zeiten in die Hände fiel, und ich mich erstmal einen Moment den Gedanken meines früheren Ichs gewidmet habe. Es war gleichermaßen schön, und tatsächlich irgendwie spooky zu sehen, in welchen Punkten ich mich weiterentwickelt habe, und welche Gedankengänge noch heute regelmäßig präsent sind.

Tagebuch schreiben sorgt also nicht nur für einen klaren Kopf in dem Moment, in dem wir unsere Gedanken zu Papier bringen, sondern schafft ebenso einen Raum für Erinnerungen, und diese wollen wir doch alle bewahren, oder? Es ist für mich jedenfalls unheimlich spannend gewesen, in alten Tagebüchern von mir nachlesen zu können, was mich irgendwann mal belastet, oder mich im Nachhinein betrachtet positiv beeinflusst hat, weshalb ich das Niederschreiben von Gedanken uneingeschränkt empfehlen kann. Vor allem, und das ist wohl das Schönste an dem Ganzen, weil man sowohl während des Schreibens, als auch während des Lesens reflektiert – ihr wisst wie gern ich das tue.

 

Über das Festhalten von Erinnerungen – Rona Keller

Ich habe kaum mehr bewusste Erinnerungen an meine Kindheit, frage mich immer wieder, wie ich damals wohl war, was ich in bestimmten Situationen gefühlt habe. Und auch die Jahre danach kommen mir so fremd vor, als hätte ich nur ein paar Fetzen davon geträumt. Zu weit weg um noch greifbar zu sein, aber doch irgendwie spürbar ein Teil von mir. Als mir das vor vielen Jahren bewusst wurde, habe ich angefangen, Erinnerungen zu sammeln. Fotografien vom ersten Schnee des Winters, von Erlebnissen mit meinen Freunden, Selbstportraits an nachdenklichen Nachmittagen. Ich fotografiere wenn ich glücklich bin, wenn die Welt einfach schön ist, wenn mich etwas belastet, wenn ich viel fühle und wenn ich mich frage, wie ich eigentlich hierhin gekommen bin. Und ich schreibe. In Notizbücher, auf meinem Blog, in Bildbeschreibungen, in mein Tagebuch. Deskriptiv und reflektierend – alles, was ich greifen kann.

Mein Tagebuch habe ich acht Jahre lang digital geführt. Acht Jahre lang habe ich jeden Tag aufgeschrieben, was ich gemacht habe, wo ich war, was ich gefühlt habe. Acht Jahre lang wurden Geburtstage, Reisen, Wochenenden, Arbeitstage, faule Sonntage und alles dazwischen genau dokumentiert. Ich steckte in einem Rhythmus, den ich mir selbst ausgesucht hatte, hatte oft keine Lust mich abends überhaupt hinzusetzen und zu schreiben. Aber ich wollte mich an alles erinnern, brauchte immer die Möglichkeit, zurückblicken zu können. Gleichzeitig hatte ich in diesem digitalen Tagebuch nicht genügend Platz für freie Gedanken oder Wortfetzen, die man sonst manchmal auf Notizzettel kritzelt. Ich wollte etwas ändern, aber wusste nicht wie. Also habe ich weitergemacht, noch ein paar Monate lang. Bis ich im Sommer letzten Jahres auf einmal den Gedanken losgelassen habe, mich an alles erinnern zu müssen. Auf einmal wurde mir bewusst, dass es nicht wichtig ist, was ich an diesem Dienstagmorgen genau gemacht habe – Woran ich mich erinnern will ist, wie ich mich gefühlt habe. Ich habe gelernt, dass manche Tage in der Erinnerung verschwinden dürfen. Manchmal macht es viel mehr Sinn im September Gedanken zum vergangenen April aufzuschreiben, oder mich zu fragen, wie es mir eigentlich in den letzten Wochen ging.

Schon ein paar Monate bevor ich die Entscheidung getroffen habe, nicht mehr akribisch alles aufschreiben zu wollen, habe ich angefangen, kleine Notizbücher zu sammeln, die ich mit den wichtigsten Erinnerungen füllen wollte, um endlich vom Laptop wegzukommen und etwas in der Hand zu haben. Und genau diese Bücher sind jetzt mein Tagebuch, mein Platz für Momente, Gefühle, Gedanken, und alles was dazwischen liegt. Manchmal schreibe ich immer noch jeden Tag etwas hinein, manchmal aber auch ein paar Wochen gar nichts. Ich bin nachsichtig mit mir selbst geworden, habe gelernt im Moment schon zu differenzieren, woran ich mich unbedingt erinnern will, und was vielleicht auch zurückbleiben darf. Und ich habe gelernt, Notizbücher nicht jahrelang herumliegen zu lassen, weil ich mir ganz sicher sein wollte, was hineinkommt, und der Inhalt auch noch schön aussehen sollte. Mit der Zeit wurde mir bewusst, dass spontane Gedanken oft die authentischsten sind. Wenn man jetzt durch meine Bücher blättert sind manche Seiten schön gleichmäßig beschrieben, und andere beinhalten durchgestrichene Worte oder sehen irgendwie kritzelig aus. Weil ich sie in einem fahrenden Auto oder auf dem Fensterbrett sitzend gefüllt habe – Im Moment.

Ja, es macht Sinn ab und zu auf längere Zeitabschnitte zurückzublicken und verschiedene Situationen und Gedanken miteinander zu vergleichen, sie zu ordnen und in neue Zusammenhänge zu bringen. Lange überlegte und manchmal nochmal umgeschriebene Texte kommen aber oft eher von der Person, die ich sein möchte. Diese schnell aufs Papier gebrachten Gedanken hingegen, die vielleicht bald schon wieder vergessen sind oder sich auf einmal ganz anders anfühlen, diese Worte auf einem wiedergefundenen Zettel, hinten in einem Buch, im „falschen“ Notizbuch, in einer Notiz auf dem Handy für nächtliche Gedanken oder solche, die beim Autofahren nur per Spracheingabe eingegeben und dann erstmal vergessen werden, und diese neu gefüllten Bücher – das bin ich, wie ich genau in diesem Moment war. Und deswegen schreibe ich Tagebuch.

Das Gewinnspiel

Direkt als mir klar wurde, dass ich diesen Beitrag eines Tages veröffentlichen möchte (das war wenn ich mich recht erinnere irgendwann im November letzten Jahres), hab ich Rona angeschrieben, und hab sie in meine Idee eingeweiht, in diesem Zuge ein kleines Gewinnspiel zu veranstalten. Dass es schlussendlich nicht nur eines ihrer wunderschönen Notizbücher für eine/n von euch zu gewinnen geben wird, sondern gleich zwei Leser eine Chance darauf haben, war mir in dem Moment genauso wenig bewusst wie die Tatsache, dass Rona ebenfalls zwei ihrer neuesten Postkarten-Sets bereitstellt. Ich freu mich noch immer wahnsinnig, und hoffe von Herzen, dass Rona und ich euch ein bisschen zum nachdenken anregen und inspirieren konnten.

Die Teilnahmebedingungen

Um in den Lostopf zu hüpfen, und eine Chance auf einen der zwei Gewinne, bestehend aus jeweils einem Büchlein und einem Postkarten-Set, zu haben …

• Hinterlasse einen Kommentar unter diesem Beitrag und verrate uns, wann du dir das letzte Mal die Zeit genommen hast, deine Gedanken zu Papier zu bringen.

• Optional: Um dir zwei Zusatzlose zu sichern, folge sowohl Rona (@rona_keller) als auch mir (@missdetailreich) auf Instagram. Für den Fall, dass du diese Option wahrnimmst, vergiss bitte nicht, in dem Kommentar ebenfalls deinen Usernamen auf Instagram unterzubringen.

• Teilnahmeberechtigt sind all jene von euch, die in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnen, und die das achtzehnte Lebensjahr erreicht haben – oder eine Einverständniserklärung der Eltern vorweisen können, in der steht, dass sie bei diesem Gewinnspiel mitmachen, und mir im Gewinnfall ihre Adresse mitteilen, dürfen.

Das Gewinnspiel läuft ab jetzt zwei Wochen, und ausgelost wird am Morgen des 27’sten Januars. Die Gewinner werden umgehend per Mail benachrichtigt und haben mit Eingang der Mail eine Woche Zeit, mir ihre Adresse mitzuteilen, welche ich anschließend an Rona weiterleite. In diesem Sinne: Viel Glück – ich freu mich schon jetzt wahnsinnig auf’s Lesen eurer Kommentare!


Anmerkung: Das Gewinnspiel ist beendet, und die Gewinner wurden bereits per Mail benachrichtigt. Gewonnen haben Anna und Sarah. 

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26 Gedankengänge

  • Antworten Eva 13. Januar 2017 um 20:27

    Also ich bringe meine Gedanken sogar zur Zeit auf Papier 🙂 und zwar habe ich meinen Bachelor Abschluss vor kurzem erreicht, was für mich eine große Sache ist. Deshalb hatte ich die Idee, alles zu Papier zu bringen, was mich persönlich und menschlich in diesem Studium weitergebracht hat. Sachen, die mich berührt haben und Ereignisse aus denen ich einfach fürs Leben gelernt habe. Ich will mir bewusst machen, was ich alles gelernt habe, wodurch ich mich einfach weiterentwickelt habe. Wenn ich in vielen Jahren auf diese Gedanken zurückblicke, so erhoffe ich mir, ist dieses wunderbare Gefühl zurück, welches ich nun habe.

    • Antworten Laura Lehmann 15. Januar 2017 um 11:23

      Erst einmal: Herzlichen Glückwunsch zum Bachelorabschluss, du kannst stolz auf dich sein! Das Verlangen dir bewusst zu machen, was du alles gelernt hast, kann ich ebenso verstehen, wie das Bedürfnis dich in ein paar Jahren an dein aktuelles Gefühl und deine Gedanken zurückzuerinnern.

  • Antworten Tina 13. Januar 2017 um 21:48

    Das letzte Mal Tagebuch habe ich in meiner Jugend geschrieben, dass ist schon viele Jahre her. Ich nutze meist die Notizfunktion vom Handy oder meine Taschenkalender, um kurze Gedankenstichpunkte aufzuschreiben. An Weihnachten in Gesprächen mit der Familie, wenn die Eltern fragen: Weißt du noch damals als bla bla bla?, ist mir bewusst geworden, wieviel man doch vergisst im Fluss des Alltags. Vor allem auch viele schöne Momente gehen in dem immer schneller werdenen Leben verloren und das möchte ich ändern. Ich möchte mir mal wieder mehr Zeit für mich nehmen und mir bei einem Tee meine schönen Erinnerungen aufschreiben. Für mich und auch für den späteren Nachwuchs, dem man gerne erzählen möchte, was man alles erlebt hat.
    Liebe Grüße,
    Tina (@momentsammler.de)

    • Antworten Laura Lehmann 15. Januar 2017 um 11:26

      Das klingt nach einem großartigen Plan. Es ist schon witzig, dass man uns erst einmal wieder vor Augen führen muss, wie viele Gedanken im Alltag verloren gehen, bevor bei uns ein Umdenken stattfindet. Ich wünsche dir in jedem Fall, und ganz unabhängig davon ob die Glücksfee schlussendlich auf deiner Seite ist, ganz viel Freude daran, deine Gedanken zu Papier zu bringen – ich mag es nicht mehr missen!

  • Antworten Lea 14. Januar 2017 um 12:21

    Meistens schreibe ich direkt nach dem Frühstück in mein Tagebuch, um aktuelle Ereignisse, Gefühle und Gedanken festzuhalten (so auch heute). Manchmal male oder kritzle ich etwas hinein, klebe Fotos, Zeitungsausschnitte, Eintrittskarten ect. auf die Seiten. Besonders in schweren Zeiten hilft es mir, negative Gedanken erst aufs Papier zu bringen um sie dann anschließend leichter loslassen zu können.
    Ich freue mich jetzt schon darauf, in 10, 15 Jahren all die Tagebücher aus der jetzigen Zeit zu lesen! Bei denen aus meiner Kinder- und Teeniezeit war (und ist) das nämlich immer sehr amüsant.
    Mein aktuelles Buch ist fast voll, daher kommt dieses wunderbare Gewinnspiel genau richtig 😉

    • Antworten Laura Lehmann 15. Januar 2017 um 11:34

      Das ist interessant, ich frühstücke nicht und schreibe meistens am Nachmittag, weil ich mir da am ehesten Zeit für mich nehmen kann. Fotos, Zeitungsausschnitte, Eintrittskarten und ähnlichen Kram häng ich mir entweder an die Wand, oder verstaue ihn in meiner Schatzkiste, wo auch meine ersten Einlagen (die sind so winzig!) aus Kindertagen ihren Platz haben. Für inspirierende Zitate habe ich kürzlich einen Platz in meinem Kalender geschaffen – als “rund um die Uhr Denker” ist das hilfreich, zumal mein Kalender die vergangenen Jahre über irgendwie nur minimal gefüllt war, und ich den Platz darin so optimal nutzen kann!

  • Antworten Vanessa 20. Januar 2017 um 22:24

    Seit ich mit meinem Freund zusammen bin, also jetzt seit über 4 Jahren, schreibe ich immer wieder auf, was wir zusammen erleben. Seien es kleine, witzige Momente, oder auch nicht so tolle Momente. Auch unsere Zukunftspläne werden alle mit aufgeschrieben. Ich freu mich jetzt schon darauf, das alles in ein paar Jahren zu lesen und zu sehen, was sich in den Jahren getan hat. Was hat geklappt, was nicht. Was hat sich geändert? Vielleicht lesen sogar meine Kinder später mal darin? Bei dem Gedanken daran bekomm ich ein kleines bisschen Bauchkribbeln ?.
    Ganz ganz liebe Grüße lass ich Dir da!
    Vanessa (freva_)

    • Antworten Laura Lehmann 21. Januar 2017 um 10:52

      Oh, das ist auch eine wahnsinnig schöne Idee ein Büchlein zu füllen, und der Gedanke daran, dass irgendwann vielleicht mal deine Kinder darin lesen, hat bei mir soeben für Gänsehaut gesorgt! Ich danke dir in jedem Fall für deine Teilnahme, und drücke auch dir die Daumen, dass die Glücksfee auf deiner Seite ist.

      Viele liebe Grüße zurück, und eine dicke Umarmung – du bist schon schon lange Teil meiner Instagram-Community, das schätze ich sehr!

  • Antworten Hannah 21. Januar 2017 um 19:47

    Das war ein unglaublich schöner Beitrag! Ich selbst habe viel zu lange schon nicht mehr zu Stift und Papier gegriffen und auch nicht mehr zu meiner analogen Kamera (die ja auch irgendwie ein Werkzeug des Gefühlefesthalten ist). Doch vor ein paar Wochen habe ich dann dieses kleine, lila gemusterte Notizbüchlein gesehen und dachte mir ich sollte mal wieder öfter ein paar Worte aus mir herauskitzeln. Wobei ich nicht wirklich Tagebuch führe, sondern meine Gefühlswelt in Gedichten und Wortfetzen festhalte (meist sehr seltsame dazu). Ich verfolge Ronas Bilderreise schon etwas länger und freue mich immer über neue Fotos. Das Notizbuch ist wirklich zauberhaft! (Mein Instagram: where.the.wild.words.are )
    Hannah

    • Antworten Laura Lehmann 22. Januar 2017 um 11:10

      Ich freu mich wahnsinnig, dass dir der Beitrag so gut gefällt, denn er wurde wie jeder auf Pixeldetail mit ganz viel Herzblut geschrieben, und ist definitiv einer meiner Lieblinge!

      Gedichte und Wortfetzen sind auf jeden Fall ebenfalls eine ganz großartige Möglichkeit, um die eigene Gedankenwelt zu ordnen, wobei ich gestehen muss, dass mir dichten wahnsinnig schwer fällt. Würde mich aber durchaus interessieren, was du als seltsam auffasst, denn man selbst denkt über die eigenen Werke ja oft anders, als andere es tun.

  • Antworten Tatjana 21. Januar 2017 um 20:15

    Ich hatte es mir zu jahresbeginn 2016 vorgenommen. Habe mir extra ein in Leder eingebundenes Tagebuch gekauft, aber von beginn an immer wieder seiten raus gerissen.und weg geworfen. Aber ich habe gelernt wie sehr es mich erleichtert meine gedanken zu papier zu bringen egal was und diese nicht zu entfernen. DENN es sind deine gedanken in dem augenblick warum also entfernen

    Tatjana
    (unicorn_allovertheplace)

    • Antworten Laura Lehmann 22. Januar 2017 um 11:17

      Du hast recht, es ist durchaus unsinnig Seiten herauszureißen (mit welchem Hintergrund auch immer), denn wenn wir mal ehrlich sind, hatte es durchaus einen Grund, warum wir sie überhaupt erst zu Papier gebracht haben! Das erst einmal zu begreifen, braucht allerdings Zeit und ist gar nicht so einfach, wie es klingt.

  • Antworten Aylin 21. Januar 2017 um 20:24

    Ich habe vor Jahren das letzte Mal Tagebuch geschrieben, obwohl ich es immer gerne und viel (und natürlich in den besonders schönen Büchlein) geführt habe. Ich bin jetzt im 8. Monat schwanger und hab schon länger überlegt, wann, wenn nicht jetzt, in so einer aufregenden Zeit, wieder zu beginnen. Vielleicht ja in einem dieser wundervollen Notizbücher der wundervollen Rona 🙂

    • Antworten Laura Lehmann 22. Januar 2017 um 11:27

      Einen schöneren Grund, um wieder mit dem Schreiben anzufangen, gibt es wohl tatsächlich nicht. Ich wünsche dir unabhängig von diesem Gewinnspiel eine möglichst sorglose Restschwangerschaft, und alles Gute für die Geburt!

  • Antworten Sabrina Dorr 21. Januar 2017 um 23:37

    Beim planen des kommenden Kindergeburtstages habe ich mir meine Gedanken aufgeschrieben und ich wünschte ich würde das viel öfter tun. Für die nötigsten Stichpunkte habe ich meine Notizen- App, geteilt mit meinem Freund aber ich brauche auch immer noch gerade bei so wichtigen und für mich auch bedeutenden Momenten das Blatt Papier. Auch die kleinste in der Familie (bald ist sie schon 9Jahre alt?, wie schnell die Zeit vergeht?) schwelgt immer wieder gerne in Erinnerungen wenn wir uns Fotos anschauen oder an vergangende Ausflüge zurück denken. Umso mehr denke ich wäre es schön wenn ich solche schönen Momenten mit der Familie mal für die Zukunft festhalten würde! So viel will noch erlebt werden, wer soll sich das denn alles merken ?
    LG Sabrina (honeyBina)

    • Antworten Laura Lehmann 22. Januar 2017 um 11:32

      Hab vielen Dank für deinen Kommentar, und für’s “zum Schmunzeln bringen”. Du hast recht, in unser aller Köpfe sind so viele Dinge abgespeichert, und mir wird immer wieder bewusst, dass gerade die schönen Kleinigkeiten viel zu schnell in Vergessenheit geraten. Dass deine Tochter so gerne in Erinnerungen schwelgt, finde ich übrigens besonders schön, und ich wünsche ihr, dass sie das ein Leben lang beibehält. Und wenn wir schon mal dabei sind, DIR wünsche ich ganz viel Freude dabei, tolle Momente zu sammeln und festzuhalten!

  • Antworten Anna 22. Januar 2017 um 14:38

    Danke für den schönen Beitrag, Rona und Laura! 🙂
    Ich schreibe schon seit ich mich erinnern kann Tagebücher, früher eher unregelmäßig, seit ein paar Jahren jedoch ist irgendein Notizbuch immer im Gepäck. Wie Rona habe ich inzwischen den Gedanken hinter mir gelassen, jedes Detail aufzuschreiben – das hat nur dazu geführt, dass ich das Schreiben immer wieder aufgegeben habe – und konzentriere mich heute vor allem darauf die Dinge festzuhalten, die mich auf irgendeine Art glücklich machen. Wertvolle Kleinigkeiten, die erinnernswert sind, sowie wichtige Momente in meinem Leben. Am schnellsten werden meine Tagebücher beim Reisen gefüllt – denn da gibt es einfach unendlich viele Dinge, die ich neu erlebe, die mich begeistern und zum Nachdenken bringen. Ich finde mich vor allem auch in Ronas Anfangsworten wieder: Aus irgendeinem Grund erinnere ich mich weniger an meine Kindheit als andere Menschen. Sich nach einer Weile an die großen und kleinen Abenteuer des Lebens anhand von Tagebüchern zurückerinnern zu können, finde ich besonders auch aus diesem Grund unendlich kostbar. Jedesmal wenn ich ein altes Tagebuch aufschlage wird mir bewusst, wie schön das Leben doch ist, in all seiner Bandbreite.

    – Anna (@annaheimk)

    • Antworten Laura Lehmann 23. Januar 2017 um 10:15

      Warum auch immer dein Kommentar im Spam-Ordner gelandet ist, so bin ich gerade mehr als froh, heute erst durch die Kommentare dort gescrollt zu haben, bevor ich wie üblich (eigentlich unverzüglich) auf “Löschen” geklickt habe. Ich freue mich jedenfalls wahnsinnig, dass dir der Beitrag so gut gefällt!

      Gerade was die Erinnerungen an meine frühere Kindheit betrifft, so erinnere ich mich ausschließlich bruchstückhaft, wenn ich alte Bilder angucke. Meine Mama hat damals für meinen Bruder und mich Tagebuch geschrieben, und festgehalten wie wir uns entwickelt haben. Leider sind diese Bücher mittlerweile wie vom Erdboden verschluckt, und ich erinnere mich nicht mehr daran, in meinem jemals gelesen zu haben – das ist so schade!

      Ich kann übrigens gar nicht so klar sagen was ich niederschreibe, und differenziere im Gegensatz zu Rona und dir meine Gedanken im Vorfeld nicht. Ich gehöre wohl einfach zu den Menschen, denen nicht unbedingt nur etwas daran liegt, die positiven Dinge festzuhalten, sondern schreibe stattdessen einfach all das nieder, was mich in welcher Hinsicht auch immer beschäftigt – positiv wie auch negativ. Ich behaupte allerdings, dass das generell mit meiner Lebeneinstellung zusammenhängt, weil ich mittlerweile begriffen habe, dass der Himmel nicht 24/7 voller Geigen hängen kann, und die negativen Geschehnisse einfach dazugehören. Nicht zuletzt, weil man vor allem an den negativen Dingen wächst, ist es für mich wichtig, mich in ein paar Jahren auch daran noch erinnern zu können!

  • Antworten Leeri 22. Januar 2017 um 19:11

    So richtig Tagebuch geschrieben habe ich das letzte Mal im Teeniealter. Vor ein Paar Jahren hatte ich mal ein Gedankenbuch angefangen, aber auch das nicht lange weitergeführt. Dabei ist es schön, mal die Gedanken aus dem Kopf zu schreiben, das hilft, Sachen zu verarbeiten und festzuhalten, denn leider vergisst man so viel – gutes und schlechtes. Wir sollten alle definitiv öfter mal schreiben, in welcher Form auch immer.
    LG, Leeri (@leerileopard)

    • Antworten Laura Lehmann 23. Januar 2017 um 10:17

      Was darf ich mir unter einem “Gedankenbuch” vorstellen? Wenn man es genau nimmt, dann ist ein Tagebuch ja nichts anderes, unabhängig davon ob man täglich hineinschreibt, oder nicht. Recht hast du aber in jedem Fall, das Niederschreiben von Gedanken ist in vielerlei Hinsicht unheimlich befreiend, und dadurch sehr wertvoll!

  • Antworten Iris 23. Januar 2017 um 14:47

    Um all die schönen Erinnerungen nicht zu vergessen, schreiben meine Kinder und ich seit sie schreiben können Urlaubstagebuch. Dazu sammeln wir Blätter, Blumen, Eintrittskarten, Menueblätter, Kaffeeuntersetzer und malen all das, was wir nicht mit Worten festhalten können. Wunderschöne Erinnerungen an unvergessliche Urlaube. Wir möchten unsere Erinnerungsbücher nicht missen!
    Instagram: liebesmueh

    • Antworten Laura Lehmann 24. Januar 2017 um 11:20

      Von Urlaubstagebüchern habe ich schon oft gehört, aber zusätzlich Blätter, Blumen, Menüblätter und Kaffeeuntersetzer zu sammeln, ist durchaus eine fabelhafte Idee, die dem Büchlein am Ende vor allem eins, nämlich Leben einhaucht. Ich würde wahrhaftig gerne mal ‘nen Blick in eines eurer Erinnerungsbücher werfen!

  • Antworten Mara 23. Januar 2017 um 23:05

    Hey Du,
    Gedanken niederschreiben? Auf Papier? Nee, zu sowas habe ich keine Lust. Entweder bleibts von allein im Kopf, oder ich habs halt vergessen, dann war es scheinbar nicht allzu wichtig.
    Das Einzige, das ich ins Notizbuch schreibe, sind Stichpunkte zu geplanten Blogartikeln. Und dafür wäre so ein wunderhübsches Notizbuch klasse! Auch, wenn es die meiste zeit einfach dekorativ auf meinem Schreibtisch herumliegen würde.
    Herzliche Grüße,
    Mara und Abra

    • Antworten Laura Lehmann 24. Januar 2017 um 11:24

      Das ist durchaus schade, aber vielleicht kam es bei dir einfach noch nicht zu dem Wendepunkt, von dem hier in den Kommentaren viele berichtet haben, und der bei dir für ein Umdenken gesorgt hat. Nichtsdestotrotz kann ich am Ende ohnehin nicht nachvollziehen, ob das Büchlein zum Tagebuch schreiben genutzt wird, weshalb das so schon in Ordnung ist, und ich dir viel Glück wünsche!

  • Antworten Sarah Dietze 26. Januar 2017 um 17:40

    Ich springe dann auch mal noch in den Lostopf. Ich glaube ich habe zuletzt vor fast 3 Jahren meine Gedanken in Form eines Tagebuches zu Papier gebracht und eigentlich habe ich oft eine Menge Gedanken die auf dem Papier viel mehr Platz hätten als in meinem Kopf, nur fehlte mir einfach die Motivation. So vieles ist immer wichtiger, die Zeit rast, alles ist so furchtbar schnelllebig. Vielleicht bringt mich ja eines dieser zauberhaften Notizbücher wieder zum schreiben. Wenn nicht in Tagebuchform dann vielleicht wieder in Gedichten die ich jahrelang verfasst habe und sogar damit aufgetreten und in einem Buch erschienen bin. All das ist mir irgendwie verloren gegangen. Liebe Grüße Sarah (nurse_sarielle)

    • Antworten Laura Lehmann 27. Januar 2017 um 10:41

      Ganz egal auf welche Art und Weise deine Gedanken schlussendlich ihren Weg auf’s Papier finden, wichtig ist doch in erster Linie, dass du dir bewusst Zeit für dich und deine Gedanken nimmst! Ich muss allerdings gestehen, dass ich selbst das Problem habe, dass viel zu oft etwas anderes “wichtiger” ist, und das wahnsinnig schade finde – nicht zuletzt weil ich weiß, wie gut mir das Schreiben tut!

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