Mit seinen Entscheidungen im Reinen sein

3. August 2016 | Gedankenkarussell | Sag mir, was du denkst!

Es gibt keine bestimmte Muse für diesen Beitrag, eher eine Beobachtung, die ich in Laufe meiner Bloggerzeit immer wieder bei zwei anderen Bloggern gemacht habe. Vorweg, es werden keine Klarnamen genannt und mir geht es überhaupt nicht darum, diese an den Pranger zu stellen. Viel eher möchte ich meine Meinung zu Unentschlossenheit und Durchhaltevermögen loswerden, weil ich mich zuletzt im letzten Jahr, selbst in einer ähnlichen Situation befunden habe.

Menschen, die nicht mit sich und ihren Entscheidungen im Reinen sind, sind -so leid es mir tut- unheimlich anstrengend. In der einen Sekunde stehen sie voll hinter ihrer Entscheidung, sabbeln 24/7 von nichts anderem, holen sich Ratschläge ein und in der nächsten, werfen sie alles über Bord. Instagramaccounts werden erstellt und wieder gelöscht, Blogs werden irgendwann einfach nicht mehr aktiv betrieben und als Leser ist man irgendwann nur noch eines: genervt! Ich jedenfalls war grundsätzlich genervt, wenn ich online ging und als Erstes gesehen habe, dass Madame XY wieder ihren Namen geändert hat. Es dauert manchmal Jahre, um den perfekten Namen oder die passenden Nischen für sich zu finden, das weiß ich. Aber man kommt dem ultimativen Pseudonym nicht näher, wenn man URL und Usernamen mindestens einmal im Monat ändert. Man sorgt in erster Linie für Verwirrung und immer wieder auftretende Verwirrung, sorgt schlussendlich für den Verlust von Lesern und einhergehenden Spott.

Als ich in meinem Jahresrückblick 2013 bekanntgab, dass es zum dritten Mal eine Domainänderung gab, erlebte ich stellenweise Unverständnis und ich wurde belächelt. Es wurde gemutmaßt, dass ich diesen Namen ohnehin nicht lange beibehalten werde, weil ich es mit den Vorherigen auch nicht tat, aber mit ihm habe ich ein Stück weit zu mir selbst gefunden. Seit bald drei Jahren blogge ich nun schon auf Pixeldetail und ich bereue bis heute keine einzige Sekunde, die dritte und letzte Namensänderung! Ich habe ihn ganz einfach gefunden, den perfekten Namen für meine Website. Auf Instagram hingegen gab es nach meiner Gewerbeanmeldung hier und da eine Änderung bezüglich des Namens, bis ich auch dort mit missdetailreich für mich vollkommen ins Schwarze getroffen habe. Eines aber kann ich euch sagen: Mir ging es mit all den Zwischenstops auf den Weg zum endgültigen Namen nie gut. Ich war viel mehr genervt von mir selbst und kann mir mitunter deswegen nur zu gut vorstellen, wie sich die Leser fühlen.

Unentschlossenheit ist eine der für mich negativsten Charaktereigenschaft und verdeutlicht mir, dass die Person noch nicht angekommen ist. Ich wünsche selten jemanden etwas schlechtes, denn jeder hat es auf seine Art verdient, glücklich zu sein. Glücklich ist man aber nicht, wenn man mit seinen Entscheidungen nicht im Reinen ist. Natürlich verändern sich im Laufe des Lebens Situationen und Ansichten, gerade deshalb ist es so wahnsinnig schwer Fuß zu fassen, aber es ist möglich. Mit einem Pseudonym das Raum für jegliche Interpretation lässt, aber trotzdem Klarheit schafft. Man muss nur den Mut haben, an Dingen die einem wichtig sind (oder zumindest einmal wichtig waren) festzuhalten, denn man kann sie meiner Meinung nach wunderbar an neue Lebensabschnitte anpassen, ohne gleich alles über Bord zu werfen! Schließlich sind wir alle noch lange nicht am Ziel angekommen und die Straße des Lebens verläuft nicht immer ausschließlich gradlinig.

Der vorherige Beitrag Der nächste Beitrag

Vielleicht magst du auch diese BeitrÄge?

Sag mir, was du denkst

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: