Grenzenlose Vielfalt – Makrofotografie {Gastbeitrag}

19. Mai 2016 | Fotografie | 2 Gedankengänge

All jene von euch die Pixeldetail schon eine Weile lesen, dürften sich wage an meinen ersten Makrobeitrag erinnern, in dem ich beiläufig erwähnt habe wie ich zur Makrofotografie gekommen bin. Der Verantwortliche für diese Leidenschaft ist Stefan, der heute hier zu Gast sein wird. Jetzt möchte ich mich allerdings im Schweigen üben und das Wort das Stefan abgeben. Ich freu mich nämlich tierisch, dass er hier zu Gast ist.Unbenannt-1

Guten Tag! Mein Name ist Stefan, ich bin 29 Jahre alt und wohne in Essen im wunderschönen Ruhrgebiet. Auf meinem Blog Zwölfachtsechs berichte ich nicht nur über meine Reisen sondern auch über mein Hobby die Fotografie. Dies ist mit Sicherheit kein “Expertenbeitrag” sondern soll nur die Basics etwas näher bringen. In weiteren Beiträgen werden Laura und ich das Thema noch weiter durchleuchten.

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Makrofotografie – was ist das überhaupt?

Das Wort Makro kommt aus dem griechischen und bedeutet soviel wie “groß”, “lang”, “weit”. Makrofotografie ist also sozusagen die “große Fotografie”. Dies bedeutet wiederum, dass man bei der Makrofotografie ein Objekt besonders groß ablichten kann. Man spricht bei der Makrofotografie von einem Abbildungsmaßstab von 1:1 bzw 1:2 (Objekt in voller bzw. halber Größe, je nach Objektiv). Durch den hohen Abbildungsmaßstab geht man mit dem Makroobjektiv ziemlich nah an das Objekt ran und kann so sehr viele Details ablichten. Bei Standardobjektiven hat man in der Regel einen Abbildungsmaßstab von 1:7. Es gehen also viele Details verloren bzw. sind einfach nicht sichtbar.

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Beinah in Originalgröße: Zwei Heftzwecken

Die Herausforderung

Die große Schwierigkeit der Makrofotografie liegt ganz eindeutig darin die richtige Tiefenschärfe zu finden, doch was ist die richtige Tiefenschärfe? Bei der Makrofotografie macht definitiv eine geringe Tiefenschärfe Sinn, denn so ist der Hintergrund leicht unscharf und der Vordergrund bzw. Teile davon knackig scharf abgelichtet. Der Blick wird somit auf den Vordergrund gelenkt.

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Durch die Faktoren Blende, Brennweite und Entfernung lässt sich die richtige Tiefenschärfe einstellen. Da bei der Makrofotografie oftmals mit speziellen Makroobjektiven als Festbrennweite fotografiert wird, scheidet die Brennweite schon mal aus. Da man möglichst viele Details ablichten möchte, ist es auch keine wirkliche Alternative weiter weg zu gehen. Es bleibt also nur noch die Möglichkeit die “richtige” Blende zu wählen.

Je geschlossener die Blende gewählt ist (dies bedeutet wiederum eine hohe Blendenzahl im Display) umso mehr Tiefenschärfe bekommt das Bild. Dies bedeutet aber auch, dass die Zeit die die Kamera zum korrekten Belichten benötigt, stetig nach oben steigt. Denn bewegliche Objekte halten natürlich nicht unbedingt die nötigen Sekunden still und somit kann auch schon der kleinste Windzug ein Bild zerstören.

Zur Verdeutlichung wurde das folgende Bild in zwei verschiedenen Blenden aufgenommen:

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Große Blende beutetet wenig Tiefenschärfe. Aufgenommen mit der Blende f/2,8 ist der Hintergrund außerhalb des Fokusbereiches unscharf.

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Bei einer Verkleinerung der Blende auf f/8 wird der Hintergrund zunehmend schärfer.

Für wen könnte die Makrofotografie in welchen Bereichen interessant sein?

Grundsätzlich ist die Makrofotografie für jeden etwas, der etwas Motivation und Übungswillen mitbringt. Oftmals bedarf es viele zermürbende Versuche bis man ein passables Bild auf der Karte hat, dies ist dafür aber oftmals umso schöner! Ob zuhause, im eigenen Studio oder in der freien Natur, Makrofotografie ist grundsätzlich überall möglich und somit (fast) grenzenlos. Schon alltägliche Dinge können bei genauerem hinsehen vor Details nur so strotzen und dabei spielt es überhaupt keine große Rolle, ob ihr euch ein teures Makroobjektiv für die DSLR zulegt oder auf die vergleichsweise günstigere Alternative für’s Smartphone zurückgreift. Der Weg führt zum Ziel und letztendlich kommt es auf den Spaß bei der Sache an!

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in die Welt der Makrofotografie bieten und euch neugierig machen. Über die Beantwortung einer einzigen Frage, würden Laura und ich uns sehr freuen. Findet ihr die Makrofotografie genauso interessant wie wir oder fotografiert ihr lieber aus einer „normalen” Entfernung?

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2 Gedankengänge

  • Antworten Ulrike 19. Mai 2016 um 11:31

    Interessanter Artikel! Gute Tipps! Ich bewundere die Makro-Fotos von Laura immer sehr.
    LG
    Ulrike

  • Antworten Update Mai @ zwoelfachtsechs.de - zwoelfachtsechs.de 1. Juni 2016 um 10:29

    […] Ich habe es diesen Monat auch endlich mal geschafft meinen Gastbeitrag bei Lauras Pixeldetail fertigzustellen. In diesem Beitrag gehe ich auf die Basics der Makrofotografie ein. […]

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