Es geht voran – wenn auch schleppend.

1. Dezember 2017 | Gedankenkarussell | Sag mir, was du denkst!

Gestern unsanft geweckt worden, und überall und nirgends mit den Gedanken, hab ich am Vormittag verblüfft festgestellt, dass schon wieder Monatsende ist, und damit eigentlich Zeit für den letzten Monat neu ins Leben gerufenen Monatsrückblick. Wobei auch eher weniger, weil es viel mehr darum geht, den letzten Tag eines Monats irgendwie von mir hören zu lassen, um Pixeldetail nicht vollkommen einschlafen zu lassen. Mir fällt es schwer, zwischen den alltäglich anstehenden Arbeiten, wie beispielsweise Essen kochen, und Heimarbeiten die Motivation zu finden, hier meine Gedankengänge zu teilen. Einen gewissen Mehrwert mag ich euch schließlich zwischen der geballten Ladung meinerselbst auch bieten. Zeit zum Schreiben hab ich zwar gefunden, Zeit um den Beitrag nach dem Veröffentlichen zu publizieren war da allerdings nicht mehr, weshalb ich mich dazu entschieden habe, den Beitrag erst heute rauszuhauen.

Der November verlief überraschenderweise einigermaßen reibungslos, und brachte außerdem ziemlich gute Neuigkeiten mit sich, die ich auf Instagram natürlich direkt in die Welt hinausposaunt habe. Zusätzlich zum alltäglichen Stress, den ich im erste Absatz bereits am Rande erwähnt habe, kommt aktuell noch die Renovierung der Wohnung vom Lieblingsmann, das Möbel schleppen und rücken, das organisieren und planen im Allgemeinen, und am Tagesende auch das wieder zur Ruhe kommen. Der Lieblingsmann darf nämlich heute offiziell seine erste, ganz eigene Wohnung beziehen. Von Uelzen über Hamburg, nach Lüneburg, und zuletzt Kassel, immer wieder lebend in einer WG, steht das erste Mal seit Auszug aus seinem Elternhaus, vor mehr als fünf Jahren, das komplette Einrichten einer Wohnung auf dem Programm. Also nicht mal seit Auszug aus seinem Elternhaus, das hat er schließlich nicht eingerichtet, sondern das erste Mal überhaupt, aber ihr wisst schon was ich meine. Seine Wohnung, unser Schloss, möchte eingerichtet werden. Das geht nicht nur an die Nerven, sondern vor allem ordentlich ins Geld. Es geht schleppend, und eher etappenweise voran, und das nervt mich ganz besonders. Ihn natürlich auch, aber er bringt deutlich mehr Geduld mit als ich, und ist ganz generell nicht ganz so nicht einmal im Ansatz so impulsiv wie ich. Nicht vorankommen, nicht zuletzt weil nicht alles in unserer Hand liegt, sorgte bereits das eine ums andere Mal für ‘nen schief hängenden Haussegen. Oder wie auch immer man das sagt. Hier herrschte verbaler, und emotionaler Krieg. Mehrmals, und immer dann, wenn Dritte involviert waren. Aber irgendwie raufen wir uns vor’m Schlafengehen in 99 Prozent der Fälle doch wieder zusammen.

Im Dezember steht der übliche Wahnsinn an, wobei ich mich dieses Jahr zugegebenermaßen unheimlich auf Weihnachten freue, und auf’s Plätzchen backen mit dem Lieblingsmann, Spaziergänge im Schnee. Ein geschmückter Weihnachtsbaum. All das. Und das ist ganz schön suspekt, wenn man bedenkt, dass ich seit mindestens sieben Jahren eine gewisse Abneigung gegen dieses Fest habe. Mit all der Heuchelei. Dem Verlust von Opa im Januar 2010, den ich am zweiten Weihnachtstag des vorherigen Jahres das letzte Mal gesehen habe. Tja, und abgesehen von der irgendwo ja doch stressigen Vorweihnachtszeit dachte ich mir, stopfe ich quasi den gesamten  Dezember voll mit Terminen.  Es steht nochmal einer beim HNO an, zur Kontrolle. Weil er beim letzten Mal eine Rötung im Rachen festgestellt hat, die mal eine Zyste oder dergleichen hat sein können. Und noch einen, wobei vermutlich auch darauf noch mehr folgende Termine beim Zahnarzt am 5’ten. Nochmal Abdrücke machen. Ehrlich – schmerzhaft ist was anderes, angenehm aber auch. Ich brauch nämlich ‘ne Schiene zum Schlafen. Nicht nur, dass ich ein Schrubber bin, und recht schnell selbst die Zahnbürsten mit weichen Borsten aus der Form bürste, ich bin des Nachts auch ein Knirscher. Vermutet er zumindest. Und da ich meine Zähne ja doch noch ‘nen paar Jahre nutzen möchte, und sie mir lieb sind, geht auch die Anschaffung dieser blöden Schiene wieder ordentlich ins Geld. Was ich da in diesem Jahr an Kohle gelassen habe, mag ich gar nicht weiter thematisieren. Nur soviel: Man dürfte locker ‘nen gebrauchten Kleinwagen davon finanzieren können. Und dann wäre da noch die vom Zahnarzt verordnete Physiotherapie. K07.6, Cranio Mandibuläre Dysfunktion, anteriore Diskusverlagerung ohne Reposition. Und ja, das hab ich mit Blick auf meinen schlauen Überweisungszettel abgetippt. Kann sich schließlich kein Schwein merken. Und buchstabieren und damit aus’m Kopf raus schreiben auch nicht. Und lesen vermutlich auch nicht, aber ist ok. Irgendwas wegen Verspannungen im Nackenbereich halt, jedenfalls hat er mich mitunter dort abgetastet, und mir daraufhin die Physiotherapie verschieben. Vor der es mir, surprise surprise, graut. Ich hasse es massiert zu werden, weil ich so verspannt bin, dass das einfach nur schweinemäßig wehtut. Aber ich tu’s ja für mich. Die 3 Wochen mit je zwei Terminen im Gesundheitszentrum werd ich wohl auch noch hinkriegen. Hoff ich. Und im besten Fall geh ich umso entspannter an das Weihnachtsfest ran.

Und ansonsten gibt’s für’s Erste tatsächlich gar nicht mehr so viel, was ich an dieser Stelle mit euch teilen könnte. Vorgestern hab ich die Wohnung des Lieblingsmannes das erste Mal persönlich, und nicht nur auf Bildern gesehen. Süß beschreibt sie ganz gut. Die ist nämlich deutlich kleiner, als es die Bilder vermuten ließen. Dass ich mich so hart verschätzt habe, war im ersten Moment fast sowas wie erschütternd, aber auch gar nicht weiter wild. Sein weniges Zeug, welches er aus seinem Studentenzimmer mitgebracht hat, geht locker rein, und richtig angeordnet, wird das ziemlich sicher trotzdem unheimlich gemütlich. Was die Wandgestaltung angeht, haben wir zumindest schon mal die Farben an sich bestellt, und eine grobe Idee, in welchem Stil wir diese an die Wand bringen wollen. Die Möbel die wir geschenkt bekommen haben, wollen auch noch abgeschliffen, und lackiert werden, damit das Gesamtbild am Ende nicht so durcheinandergewürfelt wirkt, was im besten Fall noch dieses Jahr passiert, aber warten wir’s mal ab. Rom wurde schließlich auch nicht an einem Tag erbaut. Übrigens: Es ist unheimlich komisch, plötzlich so viele Schlüssel an meinem Schlüsselbund zu haben, wenn man im Grunde genommen sein ganzes Leben lang nur einen an dem eigenen hatte. Der zweite Satz der Schlüssel, zu der Wohnung des Lieblingsmannes, baumelt neuerdings an dem meinen, und ich musste mich von ‘nem Teil meines Klimmbimms trennen, damit es nicht noch voluminöser wird, als er es durch die drei neuen Schlüssel nun ohnehin schon ist.

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