Das Einsteigermodell unter den eBook-Readern | Der Tolino-Page

25. September 2016 | Bücherliebe | 2 Gedankengänge

6 Wochen Testphase liegen hinter mir, zurück bleibt noch immer ein Zwiespalt, was den Bedarf eines eBook-Readers in unserem Haushalt angeht. Aber alles auf Anfang, ich kann schließlich nicht schon am Ende angelangen, ohne vorher auch nur ein Wort über das Einsteigermodell unter den eBook-Readern verloren zu haben. Vorab: Ich habe zwar keinerlei Vergleich zu anderen Modellen, möchte aber dennoch die Dinge benennen, die mir während des Tests positiv wie auch negativ aufgefallen sind.

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Der Tolino-Page hat beispielsweise keine Hintergrundbeleuchtung, aber solange man ausschließlich bei Tageslicht liest (oder eine Clip-Leselampe* daheim hat), stört das nicht im geringsten. Für meine Zwecke, hat das gute Stück also zumindest diesbezüglich schon mal ausgereicht, da ich noch nie der Mensch war, der Abends im Bett gelesen hat und ich für schlechte Lichtverhältnisse am Tag, eine Leselampe besitze.

Ich denke aber vor allem, dass man sich vor dem Kauf eines derartigen Readers überlegen sollte, wo er zum Einsatz kommen würde. Im Urlaub empfiehlt sich ein eBook-Reader, da er leicht ist und man trotzdem unheimlich viele Bücher griffbereit hat. Auch wer gerne im liegen liest, sollte sich Gedanken über einen eBook-Reader machen. Dadurch, dass der Tolino-Page unheimlich leicht und wirklich handlich ist, eignet er sich meiner Meinung nach vor allem für unhandliche Romane, wie beispielsweise die von Jojo Moyes, sie sich auf dem Rücken liegend nur mit einer dritten Hand problemlos lesen lassen würden.

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Was mir positiv wie auch negativ aufgefallen ist, ist die Möglichkeit die Texte eines Buches beliebig zu verkleinern oder zu vergrößern. Ich hab mir bei zwei Büchern die Mühe gemacht, und jeweils von einem Kapitel die Seitenanzahl im Kopf mitgezählt, während sie mir zusätzlich unten angezeigt wurde. Durch das verkleinern beziehungsweise vergrößern, sollte sich die Seitenanzahl eigentlich automatisch anpassen, das tut sie aber nicht zuverlässig.

Ein Beispiel: Bei ursprünglicher Schrift wird angezeigt, dass 4 von 20 Seiten gelesen wurden. Verkleinert man die Schrift nun, sollte sich die Anzahl der zu lesenden Seiten bis zum Kapitelende minimieren, da mehr Text auf eine Seite passt. Vergrößert man sie, sollte auch die Seitenanzahl ansteigen. Stattdessen wurde mir bei einer der im Kopf mitgezählten Kapitel angezeigt, dass es nur noch 16 Seiten zu lesen sind, während es schlussendlich -durch die vergrößerte Schrift- weit über 20 waren. Natürlich ist das meckern auf hohem Niveau und etwas, über das man hinwegsehen kann, aber dennoch ist dies eine Information, die ich erwähnenswert finde, da ich zu den Lesern gehöre, die gerne wissen, wie viele Seiten mir noch bevorstehen.

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Was mir dagegen wirklich gegen den Strich ging, waren die Aufbauzeiten der entsprechenden Seiten. Aufgefallen ist mir das direkt beim ersten Einschalten, und dieses Verhalten riss leider über die ganze Testzeit nicht ab. Wenn ich elektronische Geräte in die Hände bekomme, erwarte ich, dass sie gescheit funktionieren, die Ladezeiten so kurz wie möglich und vor allem nicht mit kurzzeitigen Blackscreens verbunden sind. Ich war enttäuscht, auch wenn ich zugeben muss, dass ausgerechnet an dem Tag ein Update reinkam, als ich ihn zurückschicken musste. Es ist also durchaus möglich, dass dieses Verhalten mittlerweile gefixt wurde und nicht mehr auftritt. Das konnte ich aufgrund von fehlender Zeit leider nicht mehr überprüfen.

Das Fazit

Der Akku hält laut Hersteller bei täglichem Lesen über 30 Minuten circa 6 Wochen, was ich nur bestätigen kann. Was ich dagegen schade fand, waren nicht nur die verzögerten Ladezeiten, sondern auch die Tatsache, dass die Cover der Bücher in der Bibliothek schwarz/weiß angezeigt werden, was mich persönlich mitunter bislang vom Kauf abgehalten hat.

Der Tolino-Page eignet sich damit in erster Linie für Leser, die nicht auf richtige Bücher verzichten wollen, aber trotzdem über die Anschaffung eines eBook-Readers nachdenken. Er erfüllt seinen Zweck weitestgehend flüssig, doch für 79 € sollte man sich darüber im Klaren sein, dass es nicht das stärkste Gerät auf dem Markt ist. Technische Daten und weitere Informationen über den Tolino-Page, erhaltet ihr auf der Herstellerseite.


Anmerkung: Die Links die mit einem * gekennzeichnet sind, sind sogenannte Affiliate Links, die mit meinem Amazon Konto verknüpft sind. Solltet ihr über einen dieser Links einkaufen, so erhalte ich von Amazon eine kleine Provision. Für euch entstehen dabei keine Zusatzkosten. | Dieser Artikel entstand durch freundliche Zusammenarbeit mit Thalia, die mir den Tolino-Page für Testzwecken kostenlos zur Verfügung gestellt haben.

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2 Gedankengänge

  • Antworten Emil Ink 28. September 2016 um 10:09

    Die genannten Auffälligkeiten beim Seitenwechsel sowie die Anzeige der Buchtitel in schwarz-weiß ist der eInk-Technik geschuldet. Farbige eInk-Displays sind aktuell noch nicht in Verbrauchergeräten verfügbar. Der Vorteil von eInk ist, daß nur der Seitenwechsel Strom verbraucht. Ist die Seite einmal aufgebaut verbraucht die Anzeige keine Energie mehr.

    • Antworten Laura Lehmann 28. September 2016 um 10:16

      Hab vielen Dank für deinen Kommentar, und die darin enthaltene Erklärung.

      Ich muss gestehen, dass ich mir derartiges schon gedacht habe, es aber dennoch schade finde, dass nicht zumindest die Cover der Bücher farbig sind, auch wenn es aktuell technisch gar nicht möglich ist. Es wirkt mir zu trist, die Vielfalt an Büchern ist zwar da, aber irgendwie dennoch nicht deutlich genug zu erkennen. Durch die schwarz-weiß Anzeige ähneln sich die Bücher zu sehr, als das ich mich zum Kauf verleiten lassen würde.

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