Der Tod wird uns alle holen

20. August 2014 | Gedankenkarussell | 3 Gedankengänge

Meiner Meinung nach wird es mal wieder Zeit, für ein Thema mit dem sich nur Wenige wirklich intensiv beschäftigen. Wie einige von euch wissen dürften, beschäftige ich mich -manchmal ungewollt- eher mit dem Tod, als dass ich das Leben genieße. Vielleicht ist es das Laster, welches jeder Depressive zu tragen hat, ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich meine Gedanken zu dem Thema, endlich mal geordnet bekommen muss und sie mit euch teilen möchte. In den nachfolgenden Zeilen wird es also doch wieder ziemlich persönlich. Wer sich meine Gedanken nicht zu Herzen nehmen möchte, der sollte ab hier wohl besser aufhören zu lesen! Here we go.

Klar ist, dass der Tod Jeden von uns holen wird. Wann immer ihm danach ist! In den meisten Fällen kann man ihn weder planen noch verhindern. Leider! Hätte ich Ende 2009 gewusst, dass mein Großvater Anfang 2010 –genau einen Monat vor meinem Geburtstag– ins Paradies geht, dann hätte ich mich gewiss anders verabschiedet! Jeder von uns muss irgendwann gehen und jeder von uns sollte sich schon jetzt Gedanken darüber machen, wie er beigesetzt werden will. Nein das ist keine Spinnerei, im Gegenteil. Der Körper eines Verstorbenen bleibt auf Erden, während es sich die Seele im Paradies gemütlich macht. Um den Hinterbliebenden die Möglichkeit zu geben, eine Anlaufstelle zu haben, sollte man sich frühzeitig Gedanken darüber machen, wie und unter welchen Umständen man beigesetzt werden möchte. Es stellen sich also zwei gravierende Fragen, die für Ewigkeit von Belangen sein werden. „Wo und vor allem wie möchte ich beigesetzt werden?”

Ich mag gar nicht weiter auf all die Möglichkeiten eingehen, sondern nur kurz das Thema Seebestattung anschneiden. Um Wikipedia mal zu zitieren: „Unter Seebestattung versteht man die Bestattung der Asche eines Verstorbenen auf See.” Diese Möglichkeit habe ich bei der Beisetzung meines Opa’s erleben müssen/dürfen und es war schön. Ich kann die Situation nicht beschreiben, in der ich mich dort befand. Ich hatte in dem Moment einfach nur das Bedürfnis hinterher zu springen. Wer sich allgemein über die Seebestattung informieren mag, kann sich ja mal den Wikipedia Eintrag durchlesen.

Kurz bevor der Anruf meines Erzeugers kam welcher mir mitteilte, dass mein Großvater verstorben ist, ging der Fernseher aus und ich sah meinen Großvater im Bett liegend darin auf dem Bildschirm. Es war genau der Moment in dem mein Opa sich von mir verabschiedet hat und ich hatte nicht die geringste Ahnung. Ja es war spooky, aber ich glaube an sowas. Ich glaube daran, dass es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt. Ich glaube daran, dass es ein Leben nach dem Tod gibt, denn ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass von jetzt auf gleich alles vorbei ist. Ich weiß, dass es genügend Menschen gibt, die diesbezüglich genauso denken, aber die schweigen. Die schweigen aus Angst nicht ernst genommen zu werden. Verständlich aber nicht nötig! Ich kann doch auch offen darüber sprechen und schäme mich nicht. 🙂

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3 Gedankengänge

  • Antworten Deb 20. August 2014 um 15:39

    Hallo Laura,

    über den Tod zu reden ist leider keine leichte Sache. Er kommt grundsätzlich unerwartet und lässt jeden von uns für einen Moment innehalten. Das was danach passiert ist wohl bei jedem unterschiedlich und jeder versucht damit anders umzugehen.

    Dass du angesprochen hast, dass sich jeder darüber Gedanken machen sollte, wie er beigesetzt werden möchte, ist wirklich wichtig! Oft genug musste ich schon daran teilhaben und Entscheidungen über Beisetzungen treffen. Bei nahen Angehörigen alles andere als eine tolle Sache.

    Mindestens genauso wichtig, finde ich, aber auch die mögliche Situation vor dem Tod. Der Fall, wenn eine Person pflegebedürftig wird oder in einem Zustand ist, in dem dieser keine eigenständigen Entscheidungen mehr treffen kann (Koma, Hirntod, etc). Auch solche Situationen tretten oftmals unverhofft ein und nicht nur bei älteren Menschen (z.B. ein Autounfall). Aufgrund einer heftigen Entscheidung über Leben und Tod einer anderen Person, die ich zusammen mit meiner Mutter treffen musste, habe ich bereits im zarten Alter von 22 Jahren eine Patientenverfügung mit notarieller Beglaubigung machen lassen. Ich möchte nicht, dass meine Mutter jetzt vielleicht irgendwann oder später meine eigenen Kinder darüber entscheiden müssen, ob lebenserhaltende Maßnahmen ergriffen werden sollen oder nicht.

  • Antworten Bella Hurtz 20. August 2014 um 17:16

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    • Antworten Laura Lehmann 21. August 2014 um 15:56

      Hallo Bella, vielen Dank dafür, dass du mir den „Liebster Award” verliehen hast. Ich freu mich wirklich sehr und werde dir selbstverständlich zeitnah deine Fragen beantworten. 🙂

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