Der fünfhundertsiebzehnte Neustart

1. Juni 2017 | Gedankenkarussell | 7 Gedankengänge

Echt jetzt, ich weiß nicht mehr, wie oft ich behauptet habe, dass ich mit Pixeldetail neu starte, und ich künftig nur noch das verbloggen werde, worauf ich Bock hab. Ich weiß nur, dass ich aktuell nicht so die Muse dazu habe, mir den Kopf darüber zu zerbrechen, welchen Beitrag ich wie und wann, und ob überhaupt, veröffentlichen werde. Ich geh mir selbst gehörig auf’n Sack, hab kein Bock mir groß Gedanken über Postings zu machen, und hab mir deshalb, und das mein ich wirklich ernst, vorgenommen, wirklich nur noch das zu verbloggen, worauf ich Bock hab. Klingt haargenau wie das, was ich beispielsweise hier schon behauptet habe? Ist auch haargenau dasselbe, aber mal im Ernst.

Der Lieblingsmann ist nicht ganz unschuldig daran, dass Stimmen in mir laut werden, und ich das dringende Bedürfnis habe, hier etwas zu ändern. Wieder frei von der Leber weg zu schreiben, so ganz ohne Konzept, denn im Gegensatz zu mir macht er sich beim Bloggen wenig, eher sogar gar keinen Stress. Er schreibt, wie ihm der Schnabel, also die Finger,… ihr wisst schon, gewachsen sind. Als Pixeldetail noch nicht Pixeldetail war, und ich meinen ersten Blog ins Leben rief, an dessen Namen ich mich nicht mehr erinnern kann, weil ich einfach zu oft meinen Namen geändert habe, hab ich das auch. Ich hab mich ’nen Dreck darum geschert, ob und wenn ja wer den Kram liest, den ich mir von der Seele tippte. Ich hab einfach nur den Nutzen darin gesehen, Ballast loszuwerden. Mir war’s relativ egal, ob jemand kommentiert – das ist es mittlerweile nicht mehr, wird es auch nie mehr. Dafür schreibe ich tatsächlich mit zu viel Herzblut, und der Austausch mit euch ist mir zu wichtig, aber … ich mag mir einfach nicht mehr den Stress machen, mich darüber zu ärgern, wenn kein Schwein kommentiert. Nicht, dass ich das nicht trotzdem tun würde, die Geschichte mit dem Herzblut und so, aber irgendwo muss ich mich echt nicht wundern. Ich selbst nehme mir viel zu wenig Zeit, andere Blogs zu lesen, ihnen zu sagen, wie großartig ihre Texte sind, dass ich sie teilweise durchaus verstehen kann, oder gottverdammt auch beim besten Willen nicht nachvollziehen kann, warum sich XY wieder über dasselbe scheißnervige Thema aufregt. Hauptsache erstmal aufregen, ihr versteht vielleicht.

Jedenfalls hab ich mir überlegt, nein, eigentlich hab ich’s mir nicht überlegt, ich weiß auch noch nicht, ob ich das bald bereuen werde, aber –nochmal aber. Vielleicht schreib ich einfach nur noch aber, aber, aber. Ok, schon gut, ’schuldigung– ich werd wohl künftig jeden Gedanken, den ich fassen kann, jedes Wort, welches mir in den Sinn kommt, aufschreiben, wenn ich gerade eh am Schreiben bin. Ich muss breit schmunzeln. Ich weiß nicht, ob ich so witzig bin, wie ich mich gerade fühle, aber ich glaube genau diese Art von Texten ist es, die ich selbst sau gerne lese. Und abgesehen davon bin das einfach ich. Ich bin ein stetiger Gedankensprung, eine graue, wilde, laute, leise Frau. Ich bin Blumen-, Fotografie-, & Kakaoliebhaberin, Mamakind, Katzenmama, Kodderschnauze, Lesemädchen; irgendwo zwischen Selbstzweifel & Hoffnungsschimmer, immer mal wieder auf der Suche nach mir selbst. Und ja, ich bin so verrückt, wie ich aktuell vermutlich für diejenigen von euch klinge, die Pixeldetail schon länger lesen. Jedenfalls manchmal. Und gerade ist mir einfach danach, endlich mal diese Seite von mir zu zeigen. Die ungewohnt euphorische, mit der ich vielleicht wieder auf die Fresse falle, aber das ist ok.

Was ich in jedem Fall merke ist, dass der Schreibfluss da ist. Dass es Spaß macht, meinen Gedanken, wieder den Raum zu geben, den sie mal hatten. Dass es sich unheimlich schön anfühlt, sich frei zu fühlen. Frei von dem Gedanken, der breiten Masse einen Text zu liefern. Ähnlich frei muss sich ein Vogel fühlen, der ja bekanntlich fliegen kann. Was ich nebenbei bemerkt übrigens noch bin, ist … gerade einfach zu faul um mich um SEO zu kümmern. Lesbarkeit: Verbesserungsbedarf / SEO: Nicht verfügbar. Stört mich allerdings gerade auch nicht im Geringsten. Zu meinen Blogspot-Zeiten gab’s den Scheiß noch gar nicht. Also gab’s bestimmt, aber ich hab davon nichts gehört. Und weil ich gerade offenbar voll auf ’nem Back to the roots-Trip bin, werde ich genau jetzt so gut wie alle Facebookgruppen verlassen, und nicht mit ’nem separaten Bild auf Instagram, auf diesen Beitrag aufmerksam machen. Ich werde außerdem kein Beitra –scheiße, doch. Ich werde ein Beitragsbild auswählen, weil verdammt nochmal die Startseite sonst furchtbar hässlich aussieht. Aber ich hab wirklich kurz überlegt, es nicht zu tun-. Ok.

Ich weiß nicht wie lange ich noch tippen würde, würde ich es nicht für’s Erste hierbei belassen. Also: Macht’s gut, und kommentiert. Lasst mich einfach wissen, ob ihr hier und da schmunzeln musstet, oder ob ihr mich einfach nur für bescheuert haltet. Ersteres wäre schön, letzteres juckt mich nicht wirklich. Immerhin hab ich ja eh nur ’nen Hauptschulabschluss, und bin das in den Augen von niveaulosen Menschlein sowieso. Negativ bescheuert. Folgt direkt hinter „fett“, hab ich mir vor ’ner Weile sagen lassen. Interessiert mich nur nicht, genauso wenig, wie es mich verletzt. Heute nicht mehr, damals schon.

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7 Gedankengänge

  • Antworten Chris 1. Juni 2017 um 18:35

    Klingt nach ner verdammt guten Entwicklung.

    • Antworten Laura Lehmann 3. Juni 2017 um 16:27

      Zugegeben, das find ich auch. Ich hab mir, kurz nachdem ich auf „Veröffentlichen“ geklickt habe, ’nen leicht bis mittelschweren Film geschoben, weil ich nicht recht mit dieser Form meinerselbst umzugehen wusste. Mittlerweile bin ich in erster Linie froh, dass ich’s getan hab. Die Rückmeldung ist ausschließlich positiv, und der Gedankengang, dass ich mich mit diesem Schreibstil noch sehr viel angreifbarer mache, als ich es aufgrund meiner persönlichen Beiträge bereits getan habe, ist verflogen.

  • Antworten mondscheinelfe 3. Juni 2017 um 2:06

    Ich finds super 🙂 ich dachte ich kommentiere mal hier. Ich hab dir schon mal gesagt, das du eine bestimmte Art hast, mit Worten zu jonglieren. Diese Art ist sehr speziell und sehr eigen. Ich lese deine Beiträge hier & auf Insta und ich bin jedes mal beeindruckt. Oft bin ich zu faul um zu kommentieren oder zu liken 😀 aber diesmal musste es sein. Deine Art wie du schreibst, berührt mich & ich glaube auch viele andere. Du schreibst sehr vertraut, und deine Beiträge lesen sich, als würde man dich Jahre kennen. Du bist so offen & das schätze ich sehr an dir 🙂 bitte höre niemals auf du selbst zu sein & bitte höre niemals auf zu schreiben. Ich bin ein stiller Leser der sehr spät aufsteht und wenn ich wach bin, hast du meistens schon was gepostet & du bist irgendwo irgendwie dabei wenn ich in den Tag starte. Meistens lese ich deine Beiträge, wenn ich die Guten Morgen Kippe (um 13.00 Uhr xD) rauche. Es gehört zu meinem Tagesablauf dazu. Danke an dich, das du mich begleitest 🙂

    • Antworten Laura Lehmann 3. Juni 2017 um 16:35

      Meine Liebe, was soll ich dazu sagen? Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass es mich nicht sehr berührt, dass das Lesen meiner Texte, und damit irgendwo auch ich, ein Teil deines Tagesablaufes ausmacht, auf den du nicht mehr verzichten willst. Ich danke dir in jedem Fall dafür, dass du dich dazu entschlossen hast, einen recht langen Kommentar zu hinterlassen, und musste heute Morgen breit grinsen, als ich ihn im Dashboard entdeckt habe. Vielleicht ist das Motivation genug für dich, dich öfter mal zu Wort zu melden?

  • Antworten Aileen 3. Juni 2017 um 10:43

    Ich musste definitiv das ein oder andere Mal schmunzeln, nicht zuletzt weil ich mich in deinen Zeilen wieder gefunden habe 🙂 Ich finde deine Einstellung wirklich richtig schön – da sollten sich viel mehr ein Beispiel dran nehmen, damit das Bloggen überhaupt wieder das wird was es mal war und nicht Followerzahlen und Reichweite. Ich fand deine Texte schon immer sehr schön geschrieben, weil man als Leser einfach merkt mit wie viel Herzblut du deine Zeilen tippst.

    Ich wünsche dir alles Gute, Aileen 🙂

    • Antworten Laura Lehmann 3. Juni 2017 um 16:42

      Aileen, wie schön, hier von dir zu lesen. Und noch schöner, dass ich dich zum Schmunzeln bringen konnte. Überhaupt ist’s sehr schön zu erfahren, dass man mit seinen Gedanken, um welche auch immer es sich dabei auch handelt, eigentlich nie alleine ist. Unter deinem letzten Beitrag habe ich ja bereits angedeutet, dass du mich gewissermaßen dazu inspiriert hast, zurück zum Ursprung zu gehen, und zu schauen, was diese kleine Wanderung mit mir macht. Dass man herausliest, mit wie viel Herzblut ich schreibe, freut mich jedenfalls enorm, zumal ich unabhängig von der Message genau das vermitteln möchte.

      Vielleicht quatschen wir demnächst ja mal wieder per Mail, das letzte Mal gefiel mir wirklich gut! Bis dahin wünsche ich dir natürlich ebenfalls nur das Beste, und vor allem, dass dein Neustart das für dich bringt, was du dir wünscht!

      • Antworten Aileen 7. Juni 2017 um 12:56

        Vielen Dank auf diesem Wege auch noch einmal für deinen lieben Kommentar auf meinem Blog 🙂

        Ich würde mich auch sehr über den Austausch per Mail mit dir freuen 🙂

        Bis dahin, alles Liebe!

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