Be satisfied with less

19. Februar 2014 | Gedankenkarussell | 4 Gedankengänge

Heute möchte ich mit euch über ein Thema sprechen über das sich meiner Meinung nach nicht nur streiten lässt, sondern das auch ziemlich umfangreich ist. Durch die liebe Yuna bin ich auf ein Projekt aufmerksam geworden, welches ich einfach nicht unkommentiert lassen wollte. Auch ich wollte meinen Senf dazu geben, denn mich interessiert brennend was ihr darüber denkt. Im Großen und Ganzen geht es darum, ob wir gerne berühmt wären. Ich möchte euch gerne meine Meinung diesbezüglich ans Herz legen und eure Meinung hören – macht euch also bereit für einen kleinen Roman, ganz ohne Bilder.

Berühmt sein ja oder nein? Berühmt ist meiner Meinung nach nicht gleich berühmt. Joana von Lichtpoesie ist für mich zum Beispiel berühmter als einige Stars und hätten es für mich eher verdient ins Fernsehen zu kommen, als Britney Spears. Einfach weil sie unheimlich inspirierend ist und man in all ihren Texten denkt, sie schon Jahre persönlich zu kennen. Einfach weil sie trotz des „Ruhms” sie selbst geblieben ist und meines Erachtens nach unheimlich stolz auf das sein können, was sie in ihrem Leben erreicht hat, denn sie hat ihre Träume niemals aufgegeben.

In gewisser Art und Weise sehe -auch wenn es vielleicht lächerlich klingt- auch ich mich als berühmt. Ich führe einen Blog mit dem ich mich hundertprozentig identifizieren kann und der mittlerweile -insgesamt mit Instagram, Facebook und co.- über 240 Menschen begeistert. Im Vergleich zu den ganz großen Blogs ist das vielleicht ein Funken nichts, aber für mich gibt es nichts schöneres als positives Feedback von euch zu bekommen und zu wissen, dass euch gefällt was ich tue. Den Weg als Blogger gehe ich nicht um groß raus zu kommen, sondern weil ich liebe was ich tue. Ich liebe es zu fotografieren, zu schreiben und euch inspirieren zu können und ich bin mir sicher, dass es richtig ist mich keineswegs zu verstellen und nur über das zu bloggen, was mich glücklich macht und nicht über das was ihr gerne lesen würdet.

Vielen Menschen steigt es zu Kopf berühmt zu sein und sie denken sie seien was besseres. Aber ist das wirklich so? Ist ein Mensch, nur weil er Geld hat und berühmt ist ein besserer Mensch als einer, der sich nicht alles leisten kann? Ist es nicht so, dass viele Berühmtheiten vom Elternhaus gepusht wurden und eigenständig nicht sonderlich viel auf die Beine gestellt haben? Warum werden Menschen die weniger haben gemobbt und ausgeschlossen weil sie sich keine Markenklamotten leisten können oder einfach keinen Wert auf solche Oberflächlichkeiten legen? Für mich ist das um ehrlich zu sein absolut unverständlich. Wir sind doch alle Menschen. Menschen mit Ecken und Kanten, niemand ist perfekt auch wenn Einige genau anderer Meinung sind.

Ein Vorteil des berühmt seins ist für viele die Tatsache, sich alles kaufen zu können was sie haben wollen. Aber was ist Luxus eigentlich wirklich? Für mich hat „Luxus” nicht sehr viel mit Geld zutun, denn der wahre Luxus liegt wie Yuna schon ganz richtig gesagt hat darin, glücklich mit dem zu sein was man hat. Natürlich hat man Träume, die in vielen Fällen materiell sind, aber ist es nicht viel befriedigender selber etwas zu leisten, als sich wie oben bereits erwähnt vom Elternhaus alles in den Arsch schieben zu lassen? Für mich gibt es nichts schöneres als mir selbst etwas kaufen zu können, für das ich eventuell sogar mehrere Jahre mein hart verdientes Geld bei Seite gelegt habe. Das Gefühl ist doch unbeschreiblich, etwas ganz allein gemeistert zu haben oder seht ihr das anders? Ich rede im übrigen nicht von den kleinen Finanzspritzen, die Mama und Papa dir zukommen lassen, wenn du wirklich mal knapp bei Kasse bist und du es einfach Leid bist, dich eine zweite Woche lediglich von Nudeln mit Ketchup zu ernähren sondern von den Menschen, die sich benehmen wie die Axt im Walde und trotzdem alles bekommen. Die tun und lassen können was sie wollen ohne dass es für sie irgendwelche Konsequenzen hat.

Erinnert ihr euch an den Medienhype als Schumi seinen Skiunfall hatte? Vielleicht zur Zeit ein sehr waghalsiges Thema, aber es ist das Beste Beispiel dafür, worauf ich eigentlich hinaus will. Wer denkt schon daran, dass in anderen Ländern im Minutentakt mehrere Menschen sterben, weil sie verhungern, verdursten oder einfach nur sterbenskrank sind. Wenn Berühmtheiten verunglücken oder gar sterben, wird die größte Welle überhaupt gemacht, aber was ist mit den Menschen, die viel ärmer dran sind? Auf die wird nicht aufmerksam gemacht, weil sie schlicht und ergreifend nicht berühmt sind. Ich find’s einfach nur absolut traurig und kann nicht verstehen, warum so viel Wert auf den Berühmtheitsgrad gelegt wird, denn auch Berühmtheiten sind nur Menschen!

Wie denkt ihr darüber? Werd‘ ihr gerne berühmt oder seid ihr zufrieden mit eurem Leben, so wie es im Moment ist? Könnt ihr euch vorstellen, dass manche Leute nicht glücklich darüber sind, berühmt zu sein? Ich würde mich über zahlreiche Meinungen in Form von Kommentaren freuen, denn mir liegt das irgendwie wirklich sehr am Herzen.

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4 Gedankengänge

  • Antworten Monica Albrecht 19. Februar 2014 um 10:04

    Hi liebste Laura,

    endlich ist der Post online.. ich warte schon die ganze Zeit darauf, endlich meinen Senf dazu geben zu können *lach*… Ich habe mir nämlich, nachdem du mich den Post über FB schonmal vorab hast lesen lassen, selbst viele Gedanken zu dem Thema gemacht und mir das alles lange und gründlich durch den Kopf gehen lassen. Bei dieser Überlegung, bin ich überraschenderweise zu dem Ergebnis gekommen, dass ich selbst schon irgendwie auf eine gewisse Art und Weise gerne berühmt wäre. Allerdings nicht in dem Sinne, wie man berühmt jetzt so allgemein ansieht. Ich wäre glaub ungern ein Rockstar, ein Model oder ein Filmstar. Ich denke, es würde mich nicht wirklich gefallen, wenn mich auf der Strasse jeder erkennen und ansprechen würde. Dazu ist mir meine Privatsphäre zu wichtig. Wenn ich mir dann aber die ganzen großen Foodblogger in der Szene anschaue, dann wird mir schnell klar, dass ich auch gern so berühmt wäre, wie die. Wobei man hier das berühmt eher durch sehr bekannt ersetzen sollte. Es heisst ja immer, die Dinge die wir tun, tun wir für uns selbst. Und oberflächlich betrachtet, stimmt das auch. Wir bloggen, weil es uns spass macht. Wir bloggen aber auch, weil wir es toll finden, dass wir Leser haben, die gerne all das lesen, was wir schreiben – die teil nehmen an einem Aspekt unseres Lebens, den wir bewusst der Öffentlichkeit präsentieren. Wir geben beim Bloggen so viel von uns selbst preis – selbst bei den Foodblogs spielt oft so viel Emotion mit rein, dass man schon fast von einem kleinen Seelen-Striptease sprechen könnte. Wer nun so viel von sich preis gibt und einen Teil seines Lebens quasi in die Welt hinaus schreit, lechzt doch auch immer irgendwie nach Feedback. Und um so bekannter (berühmter) wir sind, um so mehr Leser haben wir, um so mehr Feedback bekommen wir und um so zufriedener sind wir. Meine Fazit also zu deinem Denkanstoss: Ja ich wäre gerne berühmt 🙂 zumindest mit meinem Blog – so ein ganz kleines bisschen *fg*

    Ich wünsch dir einen schönen Tag! Fühl dich gedrückt!
    Die Dila

    http://www.dilavskitchen.de

  • Antworten Deb 19. Februar 2014 um 10:44

    Hallo Laura,

    bisher eher als stille Mitleserin muss ich nun doch mal meinen Senf dazu geben.

    In der Tat hast du hier ein Thema aufgegriffen was ziemlich zweischneidig ist und wohl jeder so seine eigene Meinung dazu hat. Wie du schon sagtest, hat jeder eine eigene Definition von `Berühmt sein` und jeder sieht andere Personen als berühmt an. Soweit, so gut und so soll es auch bleiben!

    Ich denke, eines der größten Probleme dabei ist auch einfach der Neid. Das fängt schon in der Schule an, wenn das beliebteste Mädel der Schule gut aussieht, tolle Klamotten und viele Freunde hat. Wäre nicht jeder gerne irgendwo beliebt? Ich glaube keiner geht los und sagt `Ich möchte nun mir so viele Feinde wie möglich machen`. Aber dann gibt es natürlich auch die anderen Mädels, die über das beliebte Mädel lästern. In der Gruppe natürlich, um auch selber möglichst cool zu wirken. Doch insgeheim ist ein Stück weit doch wieder der Neid da, weil sie nun die tolle Hose an hat, in die du dich vor zwei Tagen unsterblich verliebt hast, sie dir aber nicht leisten konntest. Da wird das Mädel zur Außenseiterin, weil sie sich mehr leisten konnte als du. Solch eine Einstellung finde ich einfach falsch und schade.

    Und so ist es auch mit den großen Promis. Und warum geht es beim Berühmtheiten nur darum, dass sie sich alles leisten können, weil sie angeblich so viel Geld haben?! Ich würde mal stumpf behaupten es gibt genügend Menschen auf dieser Welt, die nicht berühmt sind und sich trotzdem alles leisten können was sie wollen. Und genau wie diese Menschen es können, fallen auch Promis tief. Und da wird wieder gelästert `Kann nicht mit Geld umgehen, ist ihm zu Kopf gestiegen, falsche Freunde`. Aber auf diesen Leuten lastet sehr viel Druck (ohne jetzt Mitleid erregen zu wollen). Immer in der Öffentlichkeit zu stehen. Eine falsche Bewegung und du wirst als Alkoholiker abgestempelt. Ein Ausraster und du kriegst den Stempel Aggressiv auf die Stirn. Und wenn es nur um das Thema Geld geht, dann müsste jeder Mensch auf der Welt der ein Dach über den Kopf, jeden Tag Essen und mehr als genug Klamotten hat, also auch du und ich, für Menschen aus Entwicklungsländern die größten Berühmtheiten überhaupt sein. Ich wusste gar nicht, dass ich so berühmt bin 😉 Selbst der Indianerstamm hat ihren Promi in Form eines Häuptlings. Ich hoffe du verstehst was ich meine.

  • Antworten Deb 19. Februar 2014 um 10:45

    [Grrr, zu viele Zeichen im ersten Post gehabt 😀 )

    Aber dann versuch dir auch einfach mal die heutige Gesellschaft ohne Promis vorzustellen. Wer möchte sich ein hungerndes Kind aus Afrika zum Vorbild nehmen, wenn es dort die tolle Schauspielerin gibt, die aus ähnlichen Verhältnissen kommt wie du und `es geschafft hat`? Es ist leider die grundlegende ignorante Einstellung der heutigen Gesellschaft. Ich habe letztens ein schönes Bild auf Facebook gesehen. `Erdbeeren zum selber pflücken` und alle Leute gehen glücklich und zufrieden hin. Auf der Gegenseite `Tiere zum selber schlachten`. Würdest du hingehen? Und dann schau dir die großen Promis an. Viele setzen sich für soziale Projekte ein und versuchen einfach ihre Position auszunutzen um die Gesellschaft wach zu rütteln. Nicht so egoistisch und ignorant zu sein und auch mal rechts und links zu gucken. Sch vielleicht selber sozial zu engagieren, Sachen zu spenden und den Fleischverzehr zu reduzieren oder zumindest mal zu hinterfragen, wo mein Hühnchen gerade herkommt.

    Um es für mich abschließend zu sagen: Ohne Promis, aus welchem gesellschaftlichen Bereich auch immer, wird eine heutige Gesellschaft nicht funktionieren. Kein Kinofilm wird ohne Promi funktionieren und wer verzichtet schon gerne auf seinen Lieblingsfilm? Genauso wie die Veganer ihren Promi in Form von Attila Hildmann haben. Doch es ist am Ende das, was jeder einzelne daraus macht. Nehme ich mir Angelina Jolie als Sonderbotschafterin für das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge, Sandra Bullock als großzügige Spenderin wohltätiger Organisationen oder Charly Sheen als besten Sauf- und Drogenkumpel als Vorbild? Wir sollten diese ständigen Diskussionen über Promis beiseitelegen und selber anfangen endlich zu handeln und im Altenheim nebenan vorlesen gehen. Da wirst du schneller zum Promi als dir lieb ist, wenn das nette Mädel von nebenan wieder mit einer tollen Geschichte um die Ecke kommt!

    In diesem Sinne: Sorry für’s Abschweifen.

  • Antworten Yuyu 22. Februar 2014 um 14:37

    Hallo liebe Laura,

    freue mich echt sehr, diesen Post über das Thema, ob man gerne berühmt wäre, zu lesen 🙂
    Du hast ja fast genauso viel wie die liebe Yuna zu meiner Themenwoche geschrieben und ich muss sagen, dieser Post ist dir wirklich sehr gelungen <3 *Daumen hoch*

    Liebe Grüße, Yuyu
    http://www.yuyus-moments.de

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